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Geretsrieder Stadtrat drängt auf zügige Durchführung der B11-Verlegung

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Von: Peter Herrmann

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Der Verlauf der B11 bei Geretsried.
Die B11 soll in westlicher Richtung an den Schwaighaller Hang verlegt werden. © Peter Herrmann

Geretsried – Die Verlegung der B11 war erneut Thema im Stadtrat. Die Baumaßnahme erfolgt einigen Räten und dem Bürgermeister deutlich zu spät.

Obwohl die Verlegung der B11 westlich von Geretsried bereits 2016 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, wird das Projekt laut einer Aussage des Staatlichen Bauamts in Weilheim erst nach der S-Bahn-Verlängerung von Wolfratshausen – also frühestens 2030 – erfolgen. Bürgermeister Michael Müller (CSU) und den Stadträten ist dies deutlich zu spät.

„Wir sind nach fünf Jahren immer noch auf dem Stand der Vorplanung“, kritisierte Müller in der jüngsten Stadtratssitzung. In einer einstimmig beschlossenen Resolution forderte der Stadtrat die Regierung deshalb dazu auf, das Bauvorhaben unverzüglich in Angriff zu nehmen.

Das Projekt müsse „mit der geplanten Verlängerung der S7 zeitlich und technisch koordiniert“ werden. In der Resolution wird darauf hingewiesen, dass die Menschen in dem stark besiedelten Mittelzentrum Geretsried-Wolfratshausen durch den fehlenden Straßenausbau sowie der noch nicht realisierten Bahnanbindung an das Münchner S-Bahnnetz seit Jahrzehnten extrem belastet sind.

So verkehren zwischen den beiden Nordlandkreisstädten bis zu 40.000 Autos täglich. Die Verlegung der B11 an den Schwaigwaller Hang war bereits seit über 80 Jahren geplant, konnte aus Gründen des Siedlungsbaus und im Zuge der Aufstellung von Flächennutzungsplänen aber nie realisiert werden.

„Blanker Unsinn“

FDP-Stadtrat Edmund Häner stellte erfolglos einen Antrag zur Geschäftsordnung, den Resolutionsbeschluss von der Tagesordnung zu nehmen, „da wesentliche Informationen den Stadträten nicht vorliegen“. Bürgermeister Michael Müller wies diesen Vorwurf zurück. „Das ist blanker Unsinn“, erklärte der Ratshauschef.

Er erinnerte daran, dass der Bundesverkehrswegeplan seit 2016 ausliegt und Unterlagen im Internet abrufbar seien. Auf Vermittlung des CSU-Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber wird Bayerns Verkehrsministern Kerstin Schreyer in den nächsten Monaten Geretsried besuchen, um sich vor Ort von der Notwendigkeit der B11-Verlegung zu überzeugen.

Stadtrat Dr. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) regte sogar eine Bürger-Demo auf der B11 an. Bürgermeister Michael Müller will diese Option nicht ausschließen. „Wir brauchen die Verlegung für den vierspurigen Ausbau, um die Leistungsfähigkeit der Straße auf Dauer zu gewährleisten“, forderte er. Peter Herrmann

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