Der Großbrand in Wolfratshausen am Sonntag, 15. August.
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Forderte 180 Einsatzkräfte: Der Großbrand in Wolfratshausen am Sonntag, 15. August.

Feuer greift von Fassade auf Dach über

Großbrand in Wolfratshausen: Vier Verletzte und circa eine halbe Million Sachschaden

  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Wolfratshausen – Am Sonntag, 15. August, ist bei einem Brand ein Mehrfamilienhaus in Wolfratshausen „Am Waldrand“ stark beschädigt worden.

Da sich das Feuer von der Fassade auf den Dachstuhl des Reihenhauses ausbreitete, bestand Gefahr, dass die Flammen auch auf umliegende Gebäude übergreifen. Glücklicherweise konnte das verhindert werden. Vier Personen wurden bei dem Brand verletzt. Der Sachschaden liegt bei etwa 500.000 Euro.

Um 10.06 Uhr am Sonntag, 15. August, ging bei der Integrierten Leitstelle Oberland der Alarm ein, dass ein Gebäude in Wolfratshausen brenne. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten bereits bei der Anfahrt eine starke Rauchentwicklung feststellen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich das Feuer bereits über die Fassade bis zum Dachstuhl ausgebreitet. Daher wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Rettungskräfte alarmiert.

Die Feuerwehr begann sofort einen umfangreichen Löschangriff mit mehreren Trupps, um ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Haus zu verhindern. „Zur weiteren Brandbekämpfung mussten zeitweise zwei Drehleitern eingesetzt werden, um die Flammen abzulöschen und die Dachhaut zu öffnen,“ berichtet Stefan Kießkalt, Sprecher der Kreisbrandinspektion Bad Tölz-Wolfratshausen. Weitere Trupps bekämpften die Flammen im Gebäude und Dachgeschoss.

Der alarmierte Rettungsdienst kümmerte sich derweil um die Bewohner des Gebäudes. Zwei Personen mussten behandelt und einer ins Krankenhaus transportiert werden. Die übrigen Anwohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Laut Kießkalt wurden während der Löscharbeiten auch zwei Feuerwehrleute verletzt, wobei einer ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Auch wenn nach etwa zwei Stunden das Feuer aus war, dauerten die Nachlöscharbeiten bis zum Nachmittag, „da sich die Suche nach Glutnestern im Dachgeschoss sehr schwierig gestaltete,“ sagt der Sprecher der Kreisbrandinspektion. Im Anschluss wurde der offene Dachstuhl mit einem Notdach provisorisch abgedichtet, „welches spontan aufgetrieben werden konnte,“ so Kießkalt weiter.

Das Polizeipräsidium Oberbayern berichtet, das insgesamt 180 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr beteiligt waren. Unter ihnen: Die Feuerwehren aus Wolfratshausen, Geretsried, Gelting, Weidach, Icking, Eurasburg sowie Neufahrn. „Die Kameraden wechselten sich ab. Die Arbeit unter Atemschutz war bei den Temperaturen sehr anstrengend,“ erläutert Kießkalt mit Blick auf den sehr heißen Sommertag.

Hubert Bernwieser von der Stadt Wolfratshausen berichtet auf Nachfrage vom Gelben Blatt, dass die vom Feuer verwüsteten Wohnungen aktuell nicht bewohnbar seien.

„Den vier vom Brand betroffenen Familien wurden Unterbringungen im Hotel angeboten. Sie sind jedoch alle bei Freunden und Familie vorübergehend untergekommen,“ so Bernwieser. Dies sei natürlich nur eine Zwischenlösung. Gemeinsam werde nun nach neuen Wohnungen gesucht.

Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei 500.000 Euro. Die Kriminalpolizei Weilheim hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

Quelle: DasGelbeBlatt

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