Das Eröffnungsband durchschnitten Bürgermeister Michael Müller (3 v. r.) mit Altbürgermeisterin Cornelia Irmer (4. v. r.). Landrat Josef Niedermaier (5. v. l.) und Rathausvertretern der beteiligten Kommunen.
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Das Eröffnungsband durchschnitten Bürgermeister Michael Müller (3 v. r.) mit Altbürgermeisterin Cornelia Irmer (4. v. r.). Landrat Josef Niedermaier (5. v. l.) und Rathausvertretern der beteiligten Kommunen.

19-Millionen-Euro-Projekt

Großprojekt: Inbetriebnahme des Interkommunalen Hallenbads in Geretsried

Geretsried – Am 23. März 2010 fasste der Stadtrat einstimmig den Beschluss, neben dem Schulzentrum ein neues Hallenbad zu errichten. 4189 Tage später durften Landrat Josef Niedermaier, der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller sowie erste und zweite Bürgermeister der beteiligten Kommunen das rote Eröffnungsband durchschneiden.

„Die Mühen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt, unser neues Hallenbad ist ein wahres Schmuckstück geworden: Es ist ein Vorzeigeprojekt mit Vorbildcharakter für interkommunale Zusammenarbeit“, erklärte Bürgermeister Müller.

Das am Schulzentrum gelegene Schul- und Sportschwimmbad für den Nordlandkreis finanzieren Geretsried, Dietramszell, Egling, Eurasburg, Icking, Königsdorf, Münsing und Wolfratshausen sowie der Landkreis Bad-Tölz Wolfratshausen.

Das neue Hallenbad in Geretsried ist „ein wahres Schmuckstück geworden“, wie Bürgermeister Michael Müller findet.

Der Landkreis beteiligt sich mit rund 825.000 Euro. Der Freistaat Bayern investiert 4,2 Millionen Euro in das rund 19 Millionen teure Großprojekt. Michael Müller überreichte kurz vor der der Eröffnung einen symbolischen Schlüssel an Stadtwerke-Chef Jan Dühring. Als Betreiber des Hallenbads gehen die Stadtwerke von jährlichen Betriebskosten in Höhe von 1,65 Millionen Euro aus.

Trotz der Einnahmen aus Eintrittsgebühren von Schulen, Vereinen und privaten Badegästen erwartet Dühring ein jährliches Defizit von etwa 870.000 Euro, an dem sich die Stadt Geretsried mit rund 641.000 Euro beteiligt.

Den Rest teilen sich die beteiligten Kommunen auf. Landrat Josef Niedermaier räumte ein, dass die Diskussionen im Kreistag nicht immer reibungslos waren. „Danke für den Mut und die Überwindung von Argumenten, die nicht ganz unberechtigt sind“, zeigte er sich erleichtert.

Behindertengerechte Umkleidekabine

Das Hallenbad umfasst auf einer Grundfläche von 2.540 Quadratmeter ein Wettkampf-, Springer- und Nichtschwimmerbecken. Hinzu kommen Sammel- und Einzelumkleidekabinen sowie eine behindertengerechte Umkleidekabine und Wickelkommoden.

Das Hallenbad umfasst auf einer Grundfläche von 2.540 Quadratmeter ein Wettkampf-, Springer- und Nichtschwimmerbecken.

Die Energieversorgung erfolgt per Fernwärme über das Hackschnitzel-Kraftwerk der Stadt Geretsried und eine Photovoltaikanlage. Erwachsene zahlen je nach Aufenthaltsdauer für eine Einzelkarte 3,50 bis 6 Euro, Kinder bis 12 Jahre 1,50 bis 4 Euro.

Für motorisierte Gäste steht ein Parkdeck mit insgesamt 231 Stellplätzen und zwölf E-Lade-Säulen auf acht Ebenen zur Verfügung. Dort fand am Eröffnungstag auch die Bewirtung der Ehrengäste statt, die bis in den Abend mit Musik, Fotoaktionen sowie Speis und Trank feierten.

Begleitet von der Wassermusik von Georg-Friedrich Händel und dem Applaus der Festgäste, schnitten Landrat Josef Niedermaier, Bürgermeister Michael Müller, Altbürgermeisterin Cornelia Irmer und die Rathausvertreter der beteiligten Kommunen zuvor das Eröffnungsband durch.

Den kirchlichen Segen erteilten Julia Majores von der katholischen Stadtkirche, der evangelische Pfarrer Theo Heckel sowie Georgios Vletsis und Apostolos Malamoussis von der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Bei Führungen konnten am Wochenende auch die Bürger das neue Hallenbad besichtigen. Peter Herrmann

Quelle: DasGelbeBlatt

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