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Ideen zum S-Bahn-Halt Gelting: Was geplant ist

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Östlich von Gelting soll die erste von drei neuen Geretsrieder S-Bahn-Haltestellen entstehen
Östlich von Gelting soll die erste von drei neuen Geretsrieder S-Bahn-Haltestellen entstehen. © Peter Herrmann

Geretsried – Ende 2028 soll die erste S-Bahn die drei neuen Geretsrieder Haltestellen anfahren. Jüngst stellten Stadtbaurat und Architekt Untersuchungen für den zukünftigen S-Bahn-Haltepunkt Gelting vor.

Stadtbaurat Rainer Goldstein wies in einem einleitenden Vortrag darauf hin, dass die Einwohnerzahl in Geretsried bis zum Jahr 2036 voraussichtlich von bisher 26.000 auf 36.000 steigen wird. „Daher müssen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, erklärte Goldstein. Dieses Ziel könne nur über eine gezielte Entwicklung neuer Gewerbeflächen für Arbeitsplatz-intensive Betriebe erreicht werden. „In der Stadt Geretsried stehen keine angemessenen Gewerbeflächen weder im Innenbereich noch als Entwicklungsfläche im rechtswirksamen Flächennutzungsplan zur Verfügung“, stellte der Stadtbaurat fest. Neue Standorte für Unternehmen könnten im Bereich der ehemaligen Kiesabbauflächen, die an das Gewerbegebiet Gelting-Ost angrenzen, sowie an der geplanten S-Bahntrasse angesiedelt werden.

S-Bahnhaltestelle zwischen Leiten- und Kreisstraße

Sebastian Neudecker, Architekt vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, stellte daraufhin den Zwischenstand der Planungen vor. Demnach soll zwischen Leitenstraße und Kreisstraße TÖL 22 die künftige S-Bahn-Haltestelle und ein Kreisverkehr entstehen. Hinzukommen sollen eine Bushaltestelle, eine Bäckerei oder ein Kiosk, eine Park-and-Ride-Anlage und überdachte Radständer. „Entlang der S-Bahn-Trasse könnte ein begrünter Fuß- und Radweg ins Gewerbegebiet führen“, schlug Neudecker vor. Zur Straße hin wäre noch Platz für eine lockere Bebauung. Das benachbarte Gut Buchberg würde sich laut Neudecker für einen „hochwertigen Hotelbetrieb“ eignen. Platz für weitere Unternehmen und einen Bildungscampus bieten die südlich der Logistik-Firma Loxxess gelegenen Flächen.

In der anschließenden Debatte regte Prof. Dr. Detlev Ringer (Grüne) an, die Leistungsfähigkeit der Straßen auf den Prüfstand zu stellen. Volker Reeh (Geretsrieder Liste) bat um die Erstellung eines Freiflächenplans, in dem auch Sport- und Freizeitstätten berücksichtigt werden. „Wir sollten unser Hauptaugenmerk auf hochwertige Gebäude legen“, forderte der Wirtschaftsreferent. Bürgermeister Michael Müller (CSU) wies abschließend noch einmal darauf hin, dass die Planungen noch nicht konkret und lediglich Gedankenspiele seien. Wichtig sei ihm vor allem, dass Gelting trotz der umfangreichen Baumaßnahmen als „eigenständiger Ort“ erhalten bleibe. Peter Herrmann

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