Ein Unfall-Dreieick auf einer Straße.
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Bei einem Arbeitsunfall wurde ein Jugendlicher auf einer Baustelle in Königsdorf schwer verletzt. Während der Unfallaufnahme wurde der Berufs- und Ausflugverkehr von zwei Mitarbeitern des Bauhofs geregelt.

Jugendlicher fällt vom Dach

Königsdorf: Praktikant verletzt sich bei Arbeitsunfall schwer

  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Königsdorf – Ein 15-jähriger Eurasburger wurde bei einem Arbeitsunfall am Mittwoch, 8. September, in Königsdorf schwer verletzt.

Der Jugendliche absolvierte auf einer Baustelle in Königsdorf ein Schülerpraktikum bei einer Zimmerei und war damit beschäftigt, Dachlatten an der Giebelseite des Daches zu befestigen. Hierbei stürzte er aus bislang ungeklärter Ursache trotz angebrachter Absturzsicherung etwa sechs Meter in die Tiefe und blieb schwer verletzt auf dem Gehweg liegen.

Laut Polizeibericht wurde der verletzte Schüler bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungsdienstes durch Passanten, Mitarbeiter der Zimmerei und einem zufällig anwesenden Mitglied der Feuerwehr Königsdorf erstversorgt und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau zur weiteren Behandlung geflogen.

Fangnetz nicht ordnungsgemäß angebracht

Bei den Ermittlungen zur Unfallursache stellten die hinzugerufenen Polizeibeamten der Geretsrieder Inspektion fest, dass zwar ein Fangnetz als Absturzsicherung vorhanden, diese aber nicht ordnungsgemäß angebracht war, so dass der 15-Jährige zwischen der Dachkante und dem Fangnetz hindurchrutschte und dadurch in die Tiefe stürzte.

Die Polizeidienststelle Geretsried ermittelt nun zusammen mit der zuständigen Berufsgenossenschaft und dem Gewerbeaufsichtsamt die Gründe die zum Absturz führten sowie wer die Verantwortung für die Anbringung der Absturzsicherung trägt. Aus diesem Grund wurde die Baustelle bis auf Weiteres sichergestellt und weitere Arbeiten an der Baustelle unterbunden.

In der Pressemitteilung bedankt sich Hauptkommissar Robert Krenner im Namen der Polizeiinspektion Geretsried „für das engagierte Verhalten zweier Mitarbeiter des Bauhofs Königsdorf, die während der Unfallaufnahme die Regelung des zu dieser Zeit nicht unerheblichen Berufs- und Ausflugverkehrs vornahmen und es unterbanden, dass sich Schaulustige länger am Unfallort aufhielten“.

Quelle: DasGelbeBlatt

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