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Klimaschutzbündnis „WOR for Future“ investiert Geld in nachhaltige, „grüne“ Projekte

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Akteure des Klimaschutzbündnisses „WOR for Future“.
Wünscht sich eine schnellere Umsetzung der Energiewende: „Wor for Future“-Sprecher Jan Reiners (r.). © Peter Herrmann

Wolfratshausen – Beim Monatstreffen des Klimaschutzbündnisses „WOR for Future“ im Restaurant „Costa Smeralda“ stellte Sprecher Jan Reiners ein ambitioniertes Vorhaben vor.

30 Voranmeldungen für die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft gingen bereits beim Klimaschutzbündnis „WOR for Future“ ein. „Wir wollen bei uns schnell erneuerbare Energien ausbauen und den nächsten Schritt gehen“, betonte Reiners. Er plant eine Kooperation mit der Energiegenossenschaft Fünfseenland (EGF): Das derzeit aus rund 700 Mitgliedern bestehende Bündnis setzt seit über zehn Jahren gemeinsam mit Bürgern, Unternehmen und Kommunen Projekte um.

Die voraussichtlich Anfang 2024 startende „Bürgerenergie Wolfratshausen” soll innerhalb der EGF in der Rechtsform einer GBR oder KG aktiv werden. Von der anfallenden Gewerbesteuer würde die Stadt Wolfratshausen profitieren. Das Startkapital ist überschaubar: Mit der einmaligen Zahlung von 200 Euro kann jeder Bürger einen Geschäftsanteil erwerben. „Gewinne können an Mitglieder, abhängig von der Höhe ihrer Einlage, ausgeschüttet werden“, erklärte Reiners weiter.

Ausbau von Photovoltaik

Das Hauptaugenmerk gilt zunächst dem Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen und privaten Wolfratshauser Dächern. Im Erfolgsfall soll das Modell auf andere „grüne Projekte“, wie etwa die Sektorenkopplung mit E-Autos, weiterentwickelt werden. SPD-Stadtrat Manfred Menke gefällt diese Idee. „Es wäre schön, wenn wir das in schnell in Wolfratshausen umsetzen könnten“, hofft er.

Höhere Hürden gibt es dagegen an anderen Stellen. So bewerten Vertreter von „WOR for Future“ und des Allgemeinen Deutschen-Fahrradclubs (ADFC) die Verkehrssituation an der Sauerlacher Straße vor der Edeka-Filiale und dem Bahnübergang trotz einiger Nachbesserungen immer noch als gefährlich. Denn die mittlerweile zwar leicht abgefrästen „Homburger Kanten“ können weiterhin zu Stürzen führen. Zudem ist die Überquerung der verbreiterten Straße auf der Höhe des einmündenden Moosbauerwegs für gehbehinderte Senioren beziehungsweise Kinder risikoreich. „Diese Lösung ist uns leider vom Straßenbauamt Weilheim aufgezwungen worden“, bedauerte ADFC-Mitglied Werner Grimmeiß.

Weil der Vorschlag, die Markierungen zu ändern und auf die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger abzustimmen, bisher kein Gehör fand, wurde mittlerweile ein Brief an das Staatliche Bauamt Weilheim, das Landratsamt und die Stadt Wolfratshausen geschickt.

Die Behörden versprachen, die Gesamtsituation zu prüfen und „mögliche Verbesserungen schnellstmöglich“ umzusetzen. Hinsichtlich des Wunsches nach Radschutzstreifen wies das Staatliche Bauamt darauf hin, dass hierfür ausreichende Fahrbahnbreiten zur Verfügung stehen müssen.

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