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SPD-Ortsverbände aus Wolfratshausen und Geretsried forcieren Zusammenarbeit in Sachen „Oberzentrum“

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Von: Peter Herrmann

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Gut besuchtes SPD-Stadtgespräch in Wolfratshausen
Gut besuchtes SPD-Stadtgespräch: BV-Stadträtin Dr. Ulrike Krischke (r. vorne) stellte den Ortsverbänden aus Geretsried und Wolfratshausen einen „Fahrplan zum Oberzentrum“ vor. © Herrmann

Wolfratshausen/Geretsried – Bei einem gemeinsamen Workshop vereinbarten Bürgermeister, Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter aus Geretsried und Wolfratshausen bereits im Mai eine Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit. Nun drängen die beiden SPD-Ortsverbände im Rahmen eines Treffens in der Gaststätte „Zum Löwenbräu“ auf raschen Vollzug.

„Wir dürfen die Zusammenarbeit nicht verschieben“, stellte SPD-Stadtrat Fritz Schnaller klar. Seine Befürchtung, dass die Kooperation aufgrund der nahenden Sommerpause und langwieriger Debatten zur Haushaltskonsolidierung erst im nächsten Jahr in Angriff genommen wird, konnte Ulrike Krischke zerstreuen.

Die Stadträtin der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BV) gehörte beim Workshop der Arbeitsgruppe „Organisation und Zusammenarbeit“ an. „Wir haben in den vergangenen Wochen einen Fahrplan erstellt“, berichtete sie. Demnach haben die beiden Geschäftsführerinnen der Stadtverwaltungen Kristen Vogler (Wolfratshausen) und Ute Raach (Geretsried) bereits ein Konzept entworfen, über das im September zunächst intern beraten wird. Das interkommunale Organisationskomitee soll sich aus den beiden Amtsleiterinnen und jeweils vier Stadträten aus beiden Kommunen zusammensetzen.

Im Idealfall könnten schon in den Oktobersitzungen erste Handlungsanweisungen auf den Tagesordnungen der jeweiligen Stadtratssitzungen stehen. Der Geretsrieder Sportreferent Wolfgang Werner begrüßte den Vorstoß und schlug vor, ein interkommunales Leitbild zu entwerfen. „Dazu könnte auch ein gemeinsames integriertes Klimakonzept gehören“, regte Werner an. Parteigenosse Bernhard Lorenz sieht weitere Handlungsfelder im Bereich der Wohnraumbeschaffung und in einem Zusammenschluss der Bauhöfe.

Zudem gelte es, sich gegen den Südlandkreis zu behaupten. Der pensionierte Lehrer des Geretsrieder Gymnasiums verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Transfer- und Innovationszentrum im Oberland (Tizio) trotz „schlechterer Rahmenbedingungen“ in der Kreisstadt Bad Tölz und nicht im Nordlandkreis entsteht.

Der Wolfratshauser SPD-Stadtrat Fritz Meixner empfahl einen „kontinuierlichen Weg der kleinen Schritte“ und wünscht sich einen „Mutanfall“ der Mandatsträger. Ernst Gröbmair, Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW), hofft auf den Abschluss eines interkommunalen Kooperationsvertrages mit festgelegten Vereinbarungen.

Dagegen bleibt sein Vorgänger Hans-Werner Kuhlmann noch skeptisch. „Es wird schon seit Jahren viel geredet, aber kaum etwas umgesetzt“, kritisierte er. Die Geduld der beiden SPD-Ortsverbände scheint jedoch begrenzt.

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