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Volkshochschule Geretsried strebt Verbund mit Bad Tölz und Wolfratshausen an

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Von: Peter Herrmann

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Die Volkshochschule in Geretsried.
Die Volkshochschule ist in den Räumen der Stadtbücherei an der Adalbert-Stifter-Straße 13 in Geretsried untergebracht. © ph

Geretsried – Ein Resümee der Jahre 2017 bis 2021 zog Vhs-Leiterin Beate Ruda jüngst im Kulturausschuss.

Aufgrund niedriger Belegungszahlen und ausbleibender Fördermittel stellte Rathaus-Mitarbeiter Thomas Schmid danach eine Kooperation mit den Volkshochschulen aus Wolfratshausen und Bad Tölz zur Diskussion.

„Es ist eine gewisse Art Zwang entstanden, dass sich kleinere Volkshochschulen zu Verbünden zusammenschließen“, bedauerte Ruda. So seien 2011 noch 10.000 Teilnehmerdoppelstunden nötig gewesen, um Fördergelder zu erhalten.

Mittlerweile habe sich diese Zahl verdreifacht. Doch selbst im besten Jahr der Geretsrieder Vhs-Geschichte seien „nur“ 20.050 Stunden erreicht worden. Als weitere Fördermittel-Voraussetzungen nannte Ruda ein Angebot von 140 Kursen und 2.400 Teilnehmern.

Teilnehmereinbruch durch Corona

Während sich 2019 sogar 3.000 Teilnehmer für Geretsrieder Vhs-Kurse anmeldeten, kam es in den darauffolgenden Corona-Jahren zu einem deutlichen Einbruch und dem Abgang zahlreicher Dozenten. Zudem wollen mittlerweile einige Stammkunden der 2G-Regel nicht mehr folgen. Die Umstellung auf Online-Angebote sei laut Ruda zwar schnell vorangeschritten, könnte aber die Ausfälle nicht vollständig kompensieren.

Thomas Schmid, im Rathaus zuständig für Controlling und Leiter des Arbeitskreises für Haushaltskonsolidierung, hält deshalb eine Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen in Wolfratshausen und Bad Tölz für sinnvoll. Letztere werden von Vereinen betrieben, in Geretsried ist die Stadt für die Volkshochschule zuständig.

BVV empfiehlt Verbund

„Das muss nicht das Problem sein: Es gibt Wege der Zusammenarbeit“, glaubt Schmid. Er verwies darauf, dass der Bayerische Hochschulverband (BVV) kleinen Volkshochschulen einen Verbund mit anderen Bildungseinrichtungen empfiehlt.

Derartige Zusammenschlüsse gibt es bereits in den Nachbarlandkreisen Miesbach und Weilheim-Schongau. Bad Tölz und Wolfratshausen haben laut Schmid bereits Interesse an einer Kooperation gezeigt.

Auf Nachfragen von Heidi Dodenhöft (Freie Wähler) und Dr. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) räumte Beate Ruda ein, dass die Geretsrieder Volkshochschule die kleinste im Landkreis ist. Das städtische Defizit betrug 2019 rund 116.000 Euro.

Hans Ketelhut (CSU) sprach sich für einen Erhalt der Volkshochschule aus. „Ich halte sie für eine ganz wichtige Einrichtung in Geretsried“, erklärte der Kulturreferent. Peter Herrmann

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