Bierkrüge in einem Bierzelt.
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Kein Prosit der Gemütlichkeit: Waldsommer endet im Streit. Für 2022 soll das Volksfest neu ausgeschrieben werden.

„Rechtlich gehandelt“

Waldsommer Geretsried: Vorwurf der Willkür „aufs Schärfste“ zurückgewiesen

  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Geretsried – Der Geretsrieder Waldsommer wurde aufgrund von Unstimmigkeiten durch Festwirt Christian Fahrenschon vorzeitig beendet.

Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl lässt die öffentlich geäußerten Vorwürfe nicht auf sich sitzen und tritt diesen „aufs Schärfste“ entgegen.

Bei einer Protestaktion vergangenen Sonntag (29. August) hat Festwirt Christian Fahrenschon der städtischen Verwaltung „behördliche Willkür“ vorgeworfen. Der Ermessensspielraum bezüglich vorher vereinbarten Auflagen für die Abwicklung des Waldsommers sei nicht ausgenutzt worden. Fahrenschon veranstaltet den Geretsrieder Waldsommer seit 2017.

Nach dem Streit über die Anzahl der Sicherheitskräfte auf dem Volksfest kündigte er nun seinen Vertrag mit der Stadt. Daher wird sie das Volksfest für 2022 neu ausschreiben.

„Sachlich und rechtlich einwandfrei gehandelt“

In einer Pressemitteilung wehrt sich Geretsrieds Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl nun: „Dem öffentlich erhobenem Vorwurf der „Willkür“ müsse „nach Sach- und Rechtslage aufs Schärfste entgegengetreten werden“, so der Rathauschef. „Die Stadt hat sachlich und rechtlich einwandfrei gehandelt.“

Viele Branchen sind zur Zeit von der Pandemie betroffen. Mein dazu: „So sicherlich auch der Festwirt und die Schausteller unseres Waldsommers, wenn zudem das Wetter nicht mitspielt.“ Dafür habe die Stadt von Anfang an Verständnis gezeigt und auch der Terminverschiebung (20. August bis zum 29. August), wie von Festwirt Fahrenschon gewünscht, zugestimmt.

Der Dritte Bürgermeister beschreibt in seiner Stellungnahme präzise, wie die Planung des Waldsommers aus Sicht der Stadt abgelaufen ist.

Am 20. August, dem ersten Tag des Waldsommers, habe das Landratsamt die förmliche Genehmigung für den Biergarten und Rummel erteilt. „Da keine vollständige Antragsstellung des Festwirts vorlag“, sei einen Tag zuvor eine erste Ausfertigung des Bescheids bei einer gemeinsamen Begehung mit Stadt und Polizei übergeben, besprochen und anschließend im Sinne des Festwirts zu den Punkten Sanitätsdienst, Betriebszeiten und Ordnungskräften überarbeitet worden.

Sicherheitspersonal eigenmächtig reduziert

„Über das Ereignis bestand Einvernehmen“, betont Meinl. „Der Festwirt übergab auch seinem Vertragsnehmer für den Sicherheitsdienst den Bescheid zur Erfüllung der Auflagen.“

Insoweit verliefe der Waldsommer bis Dienstag, 24. August, einwandfrei, „wie auch weitgehend in den Vorjahren, einschließlich des Corona-Jahres 2020“, berichtet Meinl weiter. Dann aber habe der Festwirt das Sicherheitspersonal bereits mittags eigenmächtig reduziert. Die Polizei hatte die Mindestanzahl allerdings ausdrücklich ausgerufen.

Tags darauf habe daher ein Gespräch mit allen Beteiligten im Rathaus stattgefunden. Dort wurde Mindestanzahl der Ordnungskräfte bestätigt.

„Um nicht mehr Öl ins Feuer zu gießen, will ich mich über die Dezibel-Zahl des Gesprächs und gewisse Rechtsauffassungen des Festwirts nicht näher auslassen“, beschreibt Meinl den Verlauf des Gesprächs.

Quelle: DasGelbeBlatt

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