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Wolfratshausen: Edeka-Filialleiter erhält Auszeichnung für seine Verdienste als Nahversorger

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Von: Peter Herrmann

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(v.l.) Wirtschaftsreferent Helmut Forster, Edeka-Filialleiter Klaus Heininger und Erster Bürgermeister Klaus Heilinglechner.
Feierten die Preisübergabe: (v.l.) Wirtschaftsreferent Helmut Forster, Edeka-Filialleiter Klaus Heininger und Erster Bürgermeister Klaus Heilinglechner. © Peter Herrmann

Waldram – 2016 übernahm Klaus Heininger von seinem Vorgänger Hans-Joachim Freywald die von der endgültigen Schließung bedrohte Edeka-Filiale an der Faulhaberstraße und sicherte damit das Fortbestehen des Nahversorgers in dem über 4000 Einwohner zählenden Wolfratshauser Ortsteil. Nun nahm der 62-Jährige bei einer Feierstunde im Badehaus den Wirtschaftspreis der Stadt Wolfratshausen entgegen.

Dass die Überreichung der vom Eurasburger Künstler Hans Kastler geschaffenen Skulptur „Die Quadratur des Kreises“ wie sonst üblich im Rathaus sondern im Badehaus stattfand, hatte einen nachvollziehbaren Grund. Denn die Arbeitsstelle des Preisträgers Klaus Heininger liegt nur einen Steinwurf vom Erinnerungsort am Kolpingplatz entfernt.

„Sie sind ein Glücksfall für die Bürger und Bürgerinnen in Waldram“, lobte Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Die Entscheidung, den Wirtschaftspreis an Klaus Heininger zu verleihen, fällte der Stadtrat schon Ende 2019. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Ehrung in den beiden Folgejahren verschoben werden. „Der Preis gilt aber noch“, scherzte Heilinglechner.

Er dankte den beiden Stadträten Manfred Menke (SPD) und Helmut Forster (Wolfratshauser Liste), die Klaus Heininger vor sechs Jahren zu einer Übernahme des Supermarktes überreden konnten. Wirtschaftsreferent Helmut Forster, der damals noch die Bürgervereinigung im Stadtrat vertrat, fasste sich in seiner Laudatio kurz. „Herr Menke und ich haben ihn in Geretsried besucht“, erinnerte er sich.

Umgestaltung war unabdingbar

Dort betreibt Heininger bis heute eine weitere Filiale am Breslauer Weg. Der Geschäftsmann zögerte nur kurz und nahm die Herausforderung an – wohlwissend, dass eine Umgestaltung des 850 Quadratmeter großen Ladens unabdingbar war.

Mit der Installierung einer Frischfleischtheke und monatlichen Steckerfisch-Grillaktionen traf er auf Anhieb den Nerv seiner Kunden. „Die Bürger genießen das vorzügliche Warenangebot und die freundliche Bedienung“, hob Forster hervor.

Landrat Josef Niedermaier, der ebenso wie CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber zahlreiche Stadträte und Vorstandsmitglieder des Werbekreises zur Preisverleihung ins Badehaus kam, richtete danach einen Appell an die Allgemeinheit. „Es gibt diesen Handel nur, wenn wir hingehen und einkaufen“, erklärte er.

Das Führen eines Lebensmittelladens sei aufgrund geringer Gewinnmargen ein „hartes Geschäft“. Niedermaier würdigte den Einsatz Heiningers, der viel Freizeitverlust mit sich bringe. Schließlich trage der Geschäftsinhaber die Verantwortung für 60 Mitarbeiter, 22 davon sind in Waldram beschäftigt. Peter Herrmann

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