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Wolfratshausen: Stadt unterstützt Photovoltaik für Balkon, Garten, Terrasse, Garagendach

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Von: Franca Winkler

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Vivian Horngacher und Klaus Heilinglechner halten eine Photovoltaik-Panel in der Hand.
Treten gemeinsam für die Energiewende ein: Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin der Stadt und Bürgermeister Klaus Heilinglechner. © Stadt Wolfratshausen

Wolfratshausen – Mit einem neuen kommunalen Förderprogramm setzt die Stadt Wolfratshausen einen Impuls für die Energiewende in der Flößerstadt.

Seit Oktober werden Stecker-Solargeräte, die auch als sogenannte Balkon-Kraftwerke bekannt sind, sowie innovative Batteriespeichersysteme für Wohngebäude gefördert.Das am ersten Oktober in Kraft getretene Programm fördert speziell kleine Solaranlagen, sogenannte Balkon-Kraftwerke, innovative Batteriespeichersysteme sowie auf Antrag auch förderungswürdige Sondermaßnahmen.

Das Angebot richtet sich an Wohnungs- und Hauseigentümer, Mieter und Eigentümergemeinschaften. Die Stadt Wolfratshausen hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen und will einen Anreiz für Bürger bieten, in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren.

Nachfrage nach Solaranlagen sei derzeit hoch

„Jeder Wohnungs- und Hauseigentümer in Wolfratshausen kann einen Beitrag zur Energiewende leisten und wird dabei von seiner Kommune unterstützt“, erläutert Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Das Referat Planen und Umwelt rechnet damit, dass das Programm gut angenommen wird. Angesichts der Energiekrise sei die Nachfrage nach Solaranlagen derzeit bundesweit insgesamt hoch, berichtet die Stadt. „Die Investition in die Energiewende lohnt sich dabei doppelt - für das Klima und den eigenen Geldbeutel“, betont Vivian Horngacher, Umwelt- und Klimaschutzmanagerin der Kommune.

Der gesetzliche Rahmen ist, dass die Stecker-Solargeräte oder Balkon-Kraftwerke ein bis zwei Module umfassen dürfen, wobei Standard-Module eine Nennleistung von 300 Watt haben. Die kleinen Photovoltaik-Anlagen können tagsüber einen guten Teil der eigenen Grundlast abdecken.

Auch wenn der Stromertrag unmittelbar vor Ort, wie zum Beispiel von Kühlschrank, Waschmaschine oder Elektro-Auto verbraucht wird, müssen die kleinen PV-Anlagen beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) angemeldet werden. Grundsätzlich sind die Anforderungen der öffentlich-rechtlichen Vorschriften, technischen Baubestimmungen sowie anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.

Erkenntnisse der Verbraucherzentrale Bayern

Die Experten der Verbraucherzentrale Bayern beraten rund um das Energiesparen und haben die Stecker-Solargeräte auch wirtschaftlich bewertet. Demnach produzieren die kleinen Anlagen in der Regel genug Strom, um an sonnigen Tagen einen wesentlichen Teil der Grundlast und die Mittagsspitze eines Haushaltes abzudecken. Laut Berechnung der Verbraucherzentrale liefert ein Modul mit 380 Watt Leistung, das an einem Südbalkon mit voller Sonne montiert wurde, etwa 280 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Der Strombezug reduziere sich dadurch etwa um die gleiche Menge, wenn der Strom direkt im Haushalt verbraucht wird. Auch den Beitrag zum Klimaschutz beziffert die Verbraucherzentrale: Etwa 2,5 Tonnen CO2-Ausstoß spart das Mini-Solarsystem in 20 Jahren.

Da ein Faktor für den Erfolg der Energiewende auch die Speichermöglichkeit von Solarenergie ist, gibt es auch einen Zuschuss für die Installation eines nachhaltigen Energiespeichers für Wohngebäude, erklärt die Stadt. Zu dem Versprechen die innovativen Batteriespeicher (Redox-Flow- oder Salzwasser-Speichertechnologie) eine sehr gute Umweltverträglichkeit.

Informationen und Anträge zum Förderprogramm sind auf www.wolfratshausen.de zu finden oder können per E-Mail an umwelt@wolfratshausen.de bestellt werden. Zudem steht Vivian Horngacher, für Fragen bereit.

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