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Wolfratshausen: „WOR for Future“ gegen Gas- und Atomenergie

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Von: Franca Winkler

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„WOR for Future“ aus Wolfratshausen fordert Klimaneutralität und macht sich gegen Gas- und Atomenergie stark.
„WOR for Future“ fordert Klimaneutralität und macht sich gegen Gas- und Atomenergie stark. ©  WOR for Future

Wolfratshausen – „WOR for Future“ ist gegen Taxonomie und Gas- und Atomenergie.

Die Aktivisten von „WOR for Future“ machen sich lokal für Klimaschutz stark und beteiligen sich nun auch an der bundesweiten Aktion #VollgasInDieKrise, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, sich gegen den aktuellen Entwurf der Taxonomie zu stellen.

Im Rahmen dieses Entwurfs könnte die Regierung weiter in Erdgasinfrastruktur und Atomkraft investieren, weil diese dann als nachhaltige Energie eingestuft würden. Laut der Fridays for Future-Aktivisten sei diese aber klima- und umweltschädlich. Auch die Gruppierung in Wolfratshausen macht sich gegen das „Greenwashing von Gas und Atom durch die Taxonomie“ stark, teilte Jan Reiners von „WOR for Future“ mit.

„Mit dieser Taxonomie werden Geldströme in Milliardenhöhe gelenkt“, gibt Reiners zu bedenken. Es gehe darum, in welche Energieformen künftig nachhaltige, also „grün“ festgelegte Anlagefonds investieren werden, ob nur in Wind- und Sonnenenergienutzung oder auch in Atom oder Gas.

„Olaf Scholz stellt sich nach außen als Klimakanzler dar, wirbt aber hinter verschlossenen Türen für die Aufnahme von Gas und nimmt dafür auch die Einstufung von Atomkraft als nachhaltig in Kauf. Diese Doppelzüngigkeit lassen wir nicht durchgehen“, kritisiert Reiners. Atomkraft sei die bei weitem teuerste Energie, auch ohne das unkalkulierbare Restrisiko und die nicht geklärte Endlagerung. Reiners fordert: „Bis 2045 müssen wir klimaneutral sein.“

„Wir widersprechen“

Von den neuen Reaktoren würde aber keiner im Jahr 2045 in Betrieb sein und die damit verbundenen Versprechen erfüllt haben. Doch die Weltmächte, die über Atomwaffen verfügten, bräuchten den nuklearen Brennstoffzyklus. „Sie wollen die zivile Nutzung der Atomkraft beibehalten, um an waffenfähiges Nuklearmaterial zu kommen. Dem widersprechen wir entschieden“, erklärt Reiners.

Erdgas sei nicht konkurrenzfähig gegen Sonnenenergie und schade dem Klima. Neue Studien würden zeigen, dass die Klimabilanz des fossilen Gases zum Teil sogar schlechter als die der Kohle sei, wenn die Leckagen während der Förderung und dem Transport eingerechnet werden.

Jedes Kraftwerk, das jetzt entstehe, werde über Jahrzehnte laufen und die Atmosphäre anheizen. Nach Ansicht von „WOR for Future“ dürfen neue Erdgasprojekte nicht gefördert werden.

Die Gewinnung von Strom aus Atomkraft und Gas sei nicht nachhaltig. Atom und Gas dürfe demzufolge im Rahmen der EU-Taxonomie nicht als nachhaltige Investition eingestuft werden. Weitere Informationen über das Engagement gibt es auf www.worforfuture.de.

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