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Wolfratshauser Grüne und „WOR For Future“ sehen hohes Potenzial für Sonnenenergie

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Von: Peter Herrmann

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Grünen-Stadtrat Rudi Seibt nutzt auf seinem Dach in Wolfratshausen eine Photovoltaik- und Solarthermieanlage.
Grünen-Stadtrat Rudi Seibt nutzt auf seinem Dach eine Photovoltaik- und Solarthermieanlage. © Peter Herrmann

Wolfratshausen – Die Grünen und „WOR For Future sehen“ hohes Potenzial beim Photovoltaik-Ausbau.

Laut der jüngsten Auswertung des Marktstammdatenregisters und des Solarpotenzialkatasters des Landkreises ist Wolfratshausen bei den Städten in der Region in puncto Sonnenenergienutzung Schlusslicht. Stadtrat Rudi Seibt (Grüne) und die Klimaschutz-Initiative „WOR For Future“ fordern deshalb die Stadt auf, den Photovoltaik-Ausbau auf kommunalen Liegenschaften massiv zu forcieren.

Derzeit kommt Wolfratshausen auf eine kW-Nennleistung von 5437 kW, das entspricht 0,28 kW pro Einwohner. Zum Vergleich: In Bad Tölz liegt der Wert bei 0,44, in Geretsried immerhin noch bei 0,38 kW. Vorbild in der Region ist Penzberg im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau mit einem Ergebnis von 0,78 kW.

„WOR For Future“ weist daraufhin, dass der Photovoltaik-Ausbau schon 2016 in einem Energienutzungsplan und 2019 von einer Inola-Studie empfohlen wurde.

„Ausbau ist überfällig“

Rudi Seibt nutzt seit 2012 eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach und empfiehlt der Stadt seit dieser Zeit die Erstellung eines Solarkatasters. „Die Vielzahl an privaten Dächern, aber auch die Dächer der städtischen Häuser bieten ein großes Potenzial, die schlechte CO2-Bilanz unserer Stadt zu verbessern: Der Photovoltaik-Ausbau ist überfällig“, glaubt er.

Die Stadtratsfraktion der Grünen, Wolfratshauser Klimaschutzaktivisten und Privatinitiativen können die Zurückhaltung von Hauseigentümern und Gewerbebetrieben deshalb nicht nachvollziehen. Sie empfehlen ein Telefonat mit der städtischen Umwelt- und Klimaschutzmanagerin Vivian Horngacher, die unter der Nummer 0 81 71/214-390 gerne in puncto PV-Anlagen-Ausbau berät.

Zudem müsse die Stadt ihre Hausaufgaben machen. So schlagen die Klimaschützer vor, dass die Nutzung der Dachflächen für die Erzeugung von Energie durch Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Wohn- und Gewerbebauten über Bebauungspläne festlegt wird. Dies könne vorläufig auch über städtebauliche Verträge geschehen. Peter Herrmann

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