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Wolfratshauser Liste will verhindern, dass der Marienbrunnen versetzt wird

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Marienbrunnen in Wolfratshausen
Widerstand regt sich gegen die geplante Versetzung des Marienbrunnens. © Peter Herrmann

Landkreis – Mit 15:5-Stimmen sprach sich der Stadtrat in seiner Aprilsitzung für die Versetzung des Brunnens am Marienplatz aus. Dagegen stimmten die beiden Mandatsträger der Wolfratshauser Liste Helmut Forster und Richard Kugler.

Manfred Fleischer fehlte damals krankheitsbedingt und plädierte nun bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Wolfratshauser Liste in der Gaststätte „Zum Löwenbräu“ für einen Bürgerentscheid.

„Wir haben da ein prächtiges Ensemble, das wir erhalten sollten“, forderte Fleischer. Dem Vorhaben, den Marienbrunnen etwa fünf Meter nach vorne in Richtung der Marktstraße zu verschieben, erteilten auch seine Fraktionskollegen Richard Kugler und Helmut Forster eine klare Absage. „Die Versetzung ist nicht zu verantworten, auch weil die beiden Platanen im Wurzelbereich verletzt werden würden und die hohen Kosten nicht zu verantworten sind“, erklärte Forster.

Geld für Vereine anstatt den Marienbrunnen in Wolfratshausen

Der ehemalige Bürgermeister verwies darauf, dass mit der dafür benötigten Summe in Höhe von 200.000 Euro viele Vereine unterstützt werden könnten. „Über die Streichung von Zuschüssen müssten wir dann nicht mehr reden“, bedauerte Forster.

Richard Kugler erinnerte sich an ein Gespräch mit einem Steinmetz, der von einer Versetzung abriet. „Dadurch würden wesentliche Teile des Brunnens beschädigt werden“, zitierte ihn Kugler. Weil die Stadträte der Wolfratshauser Liste auf der Straße immer wieder in ihrer Meinung bestätigt werden, das Altstadtensemble zu erhalten, sehen sie gute Chancen, das Anliegen per Bürgerentscheid durchzusetzen.

Brunnenversetzung „kardinaler Schmarrn“

„Wir sollten den Wolfratshausern die Gelegenheit geben, über diese Geschichte abzustimmen“, forderte Fleischer. Er nannte die Brunnenversetzung einen „kardinalen Schmarrn“ und „eine unglaubliche Geldvernichtung“.

In seinem Jahresbericht warnte Vorsitzender Helmut Forster eindringlich davor, den ohnehin schon belasteten Wolfratshauser Haushalt noch mehr zu belasten. Vor allem die bevorstehende Kostenexplosion beim Neubau und der Sanierung der Hammerschmiedschule bereit ihm Sorgen. „Da werden wir wohl in einigen Jahren bei über 60 Millionen Euro landen“, befürchtet er.

Wahl: Vorsitzender Helmut Forster einstimmig bestätigt

Weitaus weniger Diskussionsbedarf gab es bei den zügig durchgeführten Vorstandswahlen. Die 14 erschienenen Mitglieder bestätigten einstimmig den Vorsitzenden Helmut Forster in seinem Amt. Unterstützung erhält er von seinen beiden Stellvertretern Manfred Fleischer und Richard Kugler sowie Schatzmeisterin Sibylle Steckermaier und Schriftführerin Swantje Suthmann. Christian Steeb bleibt Kassenprüfer. Peter Hermann

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