Dezentes ist out

- Modetrends 2004: Knallige Farben und schräger Pony

VON KATHARINA BROMBERGER Bad Tölz-Wolfratshausen - Die dicke Daunenjacke hängt wieder auf dem Speicher, die warmen Pelzstiefel sind weggeräumt. Mit den Frühlingstemperaturen steigt das Einkaufsfieber - aber welche Garderobe ist für Sie und Ihn im Modejahr 2004 angesagt?<P><P>"Wir sind bunt in diesem Jahr", betont Carmen Severin, Filialleiterin des Schuhhofs in Wolfratshausen. "Voll im Trend" liege der sportliche Schuh. "Man trägt alles, was bequem ist", stimmt Jutta Bartl vom gleichnamigen Schuhhaus in Wolfratshausen zu. Angesagt sei Weiß in Kombination mit Rot oder anderen kräftigen Farben. Das gilt auch für Oberbekleidung und Unterwäsche. Ines Boodevaar vom Wolfratshauser Modehaus Boodevaar verdeutlicht die "massive Rückkehr" der Farben: "Die dezenten Sachen des Vorjahres gibt es nicht mehr." Renate Wellner (Fashion & Jeans in Geretsried) spricht von "karibischen Sommerfarben" wie "Apfelgrün und Zitronengelb". Was früher undenkbar war, ist jetzt ein Mode-Muss: "Man kombiniert Rot mit Blau oder Rot mit Rot. Das wirkt toll." Begeistert ist Wellner vom Kassak. "Diese knielange Bluse wirkt sehr feminin und gleichzeitig lässig." Das "absolute Kultobjekt" dazu: die Jeans. "Sie ist explosionsartig erblüht." Neben Jeans ist laut Ines Boodevaar "Leinenstoff ganz wichtig". Zumindest für Frauen, denn Männer seien ein wenig eigen: "Sie laufen ungern zerknittert herum" - und nicht jedem Modetrend hinterher. "Männer sind eher konservativ", meint Jutta Bartl. "Im klassischen Schuhbereich tut sich nicht viel." "Männer kleiden sich nach Bedarf, Frauen eher nach der Mode", meint Berndt Kauf von der Wolfratshauser Herrenkommode. "Viel Farbe" warte auf die Männerwelt, "vor allem Orange ist aktuell, auch bei Krawatten." Ein "Muss" seien Streifen. "Streifenhemden kombiniert man jetzt mit Streifenkrawatten", informiert Hans-Jürgen Reuschenbach von "Konzept und Maßbekleidung" in Wolfratshausen.<P>Unverzichtbar bleibt 2004 für die Frau die Handtasche - in kräftigen Farben, betont Margit Wolf, Geschäftsführerin von Leder Tausend in Wolfratshausen. "Wenn es eine modische Sünde gibt, dann die, jetzt Schwarz zu tragen." Unwichtig sei die Form, nur sollte man auf "kurze Riemen" achten.<P>Für die komplette Kopf-bis-Fuß-Neuausstattung fehlt dann nur noch eines: die Frisur. Alice Steiner vom gleichnamigen Friseursalon in Geretsried empfiehlt: "Viele verschiedenfarbige Strähnchen." "Die macht man aber jetzt eher blockartig", ergänzt Andreas Oswald vom Friseur Oswald in Münsing. Der Herr trage das Haar wieder länger, "mit schrägem Pony". Die Frau bevorzugt laut Steiner die "flotte Kurzhaarfrisur". Wer nicht dem farbigen Frühlingsmodell entspricht, sollte den Rat von Alex Kiesel vom Wolfratshauser Friseursalon Hair Point beherzigen: "Trend ist das, was einem selbst gefällt."<P>

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