Freiwillige Feuerwehr Baiernrain
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Die Vereinsführung im Jubiläumsjahr (hinten, v. li.) 2. Fähnrich Josef Kirmair, Ehrenkommandant An-dreas Böhm, Fähnrich Benno Lindmeyr, 1. Kommandant Clemens Regul, 1. Kassier Martin Ritt, 1. Vorsitzender Jakob Pertold, 2. Kommandant Peter Pertold, 2. Fähnrich Anton Lindmeyr und Fahnenbeistand Andreas Kirmair. Die Taferlbuben (vo. v. li.) sind Quirin, Leonhard und Marinus Rest.

Schöner Tag in schweren Zeiten

Knapp 200 Gäste feiern das Jubiläum der Baiernrainer Feuerwehr

  • VonEwald Scheitterer
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Die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Baiernrainer Feuerwehr waren zwar kurzfristig angesetzt. Dennoch kamen viele Gäste - sehr zur Freude des Kommandanten.

Baiernrain – Kreisbrandmeister Fabian Fiegler hat es am Sonntag auf den Punkt gebracht: „Die Pandemie hat uns öfter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schön, dass wir heute wieder einmal zusammen feiern dürfen.“ Bei bestem Spätsommerwetter beging die Freiwillige Feuerwehr (FF) Baiernrain rund um das Feuerwehr-Gerätehaus ihr Jubiläum zum 150-Jährigen.

Die Feier war kurzfristig angesetzt worden. Dafür entschuldigte sich der Erste Vorsitzende Jakob Pertold jun., als er die knapp 200 Gäste begrüßte. „Es ist schon eine schwere Zeit. Da freit es mi unbandig, dass doch noch so vui kemman san“, sagte er. Nach dem Frühschoppen führte der Kirchenzug zum Dorfplatz, wo Ortspfarrer Slawomir Fijalkowski mit den Mitgliedern der sieben Diet-ramszeller Ortsfeuerwehren eine Feldmesse feierte.

Ein dreimaliges Vertrauen präge die heimischen Feuerwehren, betonte der Geistliche in seiner Predigt: „In die adäquate Ausrüstung, in die Familie als Rückhalt und in Gott, damit alle wieder gesund von den Einsätzen nach Hause kommen.“ Zum Gedenken an die ehemaligen Kameraden folgte eine Kranzniederlegung am Friedhof. In einem kleinen Festzug ging es anschließend wieder zurück zum Feuerwehrhaus am Lehrer-Vogl-Weg.

Ortspfarrer Slawomir Fijalkowski hielt die Feldmesse. Im Mittelpunkt seiner Predigt stand das Thema Vertrauen.

„Unsere Mitglieder helfen sich immer gegenseitig. Darunter gibt es immer wieder einige, die mit großem persönlichem Engagement die Wehr weiter nach vorne bringen“, sagte Pertold, der allen Kameraden für ihren großen freiwilligen Einsatz dankte. Besonders hervor hob er den Ehrenkommandanten Anderl Böhm sowie Schriftführer Florian Lindmeyr. Bürgermeister Josef Hauser bemerkte in seinem Grußwort: „Bei der Baiernrainer Wehr ist bereits die siebte Generation am Start.“ Der Rathauschef verwies auf die grundlegenden Veränderungen der heutigen Gesellschaft, die das Ehrenamt nicht unbedingt leichter machten. „Da viele heute nicht mehr am Ort arbeiten können, kann man es gar nicht hoch genug bewerten, dass sich immer noch so viele tatkräftig bei der freiwilligen Feuerwehr engagieren“, sagte Hauser. Er überreichte ein Gemeindewappen für das unlängst mit viel Eigenleistung fertig gestellte neue Feuerwehr-Gerätehaus und betonte: „Das neue Auto ist bestellt und kommt demnächst auch noch.“

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„Dieses schöne Fest zum Jubiläum steht stellvertretend für die unzähligen Übungsstunden und Einsätze“, sagte Kreisbrandinspektor Robert Schmid. Die Feuerwehr sei ein verlässlicher Garant für die örtliche Sicherheit, so Schmied. Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte auch Kommandant Michael Gruber vom Baiernrainer Paten-Feuerwehrverein aus Linden: „Unsere kameradschaftliche Bindung möge noch weiterwachsen.“

Das Schlusswort hatte der Vorsitzende Jakob Pertold der den vielen freiwilligen, helfenden Händen dankte, „die es ermöglichen, dass das heute ein brutal schöner Tag wird.“ Das wurde er dann auch – und die Baiernrainer Blaskapelle spielte dazu bis in die Abendstunden zünftig auf.

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