Maßarbeit: Sauber ausgeschnitten ist die Partyzone im Maisfeld an der Ascholdinger Feldstraße. Foto: burschenverein

Burschenverein erwartet 3000 Besucher

Abfeiern bei der Maisfeldparty: Die Vorbereitungen laufen

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Die Eventlocation des Burschenvereins punktet in vielfacher Hinsicht: Am Wochenende wird ein Maisfeld in Dietramszell wieder zur Partyzone. 3000 Besucher werden erwartet.

Dietramszell – Eigentlich, sagt Matthias Harrer, war alles nur „eine blöde Idee“, entstanden vor sechs Jahren bei einem feuchtfröhlichen Treffen des Ascholdinger Burschenvereins: „Wir könnten doch mal im Maisfeld feiern.“ Aus der „blöden Idee“ ist inzwischen eine Institution geworden: Zum vierten Mal wird am kommenden Samstag, 5. August, das etwa zweieinhalb Hektar große Maisfeld an der Ascholdinger Feldstraße zur Partyzone.

Drei Tonnen Stroh kommen auf den Boden

Seit zwei Wochen treffen sich hier jeden Nachmittag rund 120 Madln und Burschen mit Cheforganisator Harrer – bei Regen und bei brütender Hitze. Schritt für Schritt verwandeln sie das Viehfutterfeld in eine außergewöhnliche Event-Location: Mit dem Häcksler schneiden die jungen Männer Schneisen in den fast dreieinhalb Meter hohen Mais; aus rohen Baumstämmen zimmern sie einen riesigen Barbereich. In den nächsten Tagen werden sie noch rund drei Tonnen Stroh auf dem Boden verteilen, damit es „schön weich und nicht so matschig ist“, so Harrer.

Zwei riesige Türme für die Licht- und Tontechnik stehen schon. Gegenüber wird noch die Bühne für die drei angekündigten DJs errichtet. In mehrere Richtungen zweigen vom großen Hauptplatz kleinere oder größere Gänge ab: „Da geht’s zur Chillout-Lounge, zur Weißbierbar und zum Grillstand“, erklärt Harrer. Durch die Labyrinth-artige Anlage mit den vielen Nischen, umrahmt vom riesigen, saftiggrünen Mais, entstehe eine „einzigartige Atmosphäre“.

Ärger gab es bisher nie

Mit etwa 3000 Besuchern rechnet der Burschenvereins-Vorsitzende. Für die stehen alkoholische Getränke aller Art bereit. Wer Hunger hat, wird mit Grillfleisch und Käsewürstln versorgt – alles zu humanen Preisen, wie der 23-Jährige verspricht. „Natürlich gibt’s auch Limo, Wasser und Apfelschorle“, beeilt er sich zu versichern: „Und Potatoe Wedges für die Vegetarier.“ Das Maisfeld hat ihnen ein befreundeter Landwirt zur Verfügung gestellt. „Dafür helfen wir ihm dann später beim Siloeindecken und anderen Arbeiten“, erzählt Harrer. Der ausgemähte Mais, der der Partyfläche zum Opfer fiel, wird bereits zu Viehfutter. Mit größeren Schäden am restlichen Bestand rechnet Harrer nicht. Auch Ärger mit den Anwohnern wegen der lauten Musikbeschallung habe es bisher nie gegeben: „Der nächste Anwohner ist 500 Meter weg“, meint er. Und der Junior des benachbarten Aussiedlerhofs sei Mitglied des Organisationsteams.

Der Tresen steht schon: Aus rohen Baumstämmen zimmern die Burschen einen riesigen Barbereich. Foto: cw

Am Veranstaltungstag selbst werden etwa 150 Leute im Einsatz sein. Mit der Sound- und Lichttechnik und der Security haben sie externe Firmen beauftragt, ansonsten machen die Ascholdinger Burschen und Madln fast alles selber. Zur Belohnung ist für alle Helfer eine Nachfeier und ein gemeinsamer Ausflug im Herbst geplant, berichtet Harrer. Außerdem soll vom Gesamtgewinn noch eine Spende für den Kindergarten übrigbleiben. Dass die Party im Maisfeld für alle Gäste „ein unvergesslicher Abend“ wird, da ist sich Harrer sicher. Nicht ganz so viel Vertrauen hat er in den Wetterbericht, der für Samstag gutes Wetter vorhersagt: „Da weiß man nie, was kommt.“ Als Ausweichtermine sind der 11. und 12. August festgesetzt.

Info

Die Maisparty findet diesen Samstag, 5. August, statt. Einlass ist ab 19 Uhr und ab 16 Jahren (Ausweiskontrolle), Ende um 3 Uhr (Mitternacht für unter 18-Jährige).

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