+
Bereicherten das Adventskonzert: Die drei Sängerinnen des Bacher Dreigsangs.

Musik für die Seele

Alpenländisches Weihnachtskonzert

Dietramszell – Die letzte Gelegenheit für ein Adventskonzert am Vorabend des Heiligen Abends nutzt traditionell die Kirchengemeinde Peretshofen. Auch in diesem Jahr war die Dorfkirche voll besetzt.

Romantisch war es am Freitagabend, so wie der Nebel waberte und den Ankommenden aus den Kirchenfenstern sanftes Kerzenlicht entgegen schimmerte. Drinnen wartete schon das Klarinetten-Quartett, um pünktlich mit dem „Einzugsmarsch“ aufspielen zu können. Sie eröffneten das alpenländische Weihnachtskonzert in der Peretshofener Dorfkirche, nachdem alle Plätze in den Gebetsbänken besetzt waren – und sich die letzten Besucher oben auf der Orgelempore eingefunden hatten.

In der Gemeinschaft zusammenkommen, dem hektischen Alltagsleben für eine Weile entfliehen, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. In rauen Zeiten, wo Kriege wüten und Attentate Leben zerstören, können sanfte Saitenmusik, mehrstimmiger Gesang und der warme, hölzerne Klang der Klarinetten durchaus Geborgenheit schenken. Jedenfalls kam dieses Gefühl beim Peretshofer Weihnachtskonzert auf.

Weihnachtsevangelium und irische Volksweise

Einen stimmungsvollen Abend gestalteten das Klarinetten-Quartett Ad Libitum, der Bacher Dreigsang in Begleitung von Josef Bilgeri an der Harfe, die Wettlroaner Aufsaitenmusi und der Schloßbergler Dreigsang mit weihnachtlicher Volksmusik nach alpenländischer Tradition. Zwischendurch las der ehemalige Dietramszeller Bürgermeister Benno Lichtenegger die Geschichte „Kerzen“ von Paul Schallweg, Gabi Stolze trug das Weihnachtsevangelium vor.

Ein Höhepunkt des Abends war die irische Volksweise „Beltane Dance“, die der Südtiroler Musiker Herbert Pixner neu arrangiert und salonfähig gemacht hat – sehr gefühlvoll interpretiert von der Wettlroaner Aufsaitenmusi mit Akkordeonbesetzung unter dem Titel „Winter wead’s“. Eine Musik, die der Seele schmeichelt, die an verschneite Bergwelt erinnert. So beseelt klang der Abend aus. Mit Liedern wie „Sehet den Stern“, „Trat ein Engelbot“ und „Es fiel ein Tau vom Himmel“. Mit dem unbestritten schönsten Weihnachtslied „Stille Nacht“ – zum Mitsingen für alle – endete eines der letzten vorweihnachtlichen Konzerte in der Region.

web

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gefräßiger Schmetterling macht Kastanien zu schaffen
Ist der Herbst denn schon so weit? Nein, hinter den welken und braunen Blättern an Ickinger Kastanien steckt ein Schädlingsbefall.
Gefräßiger Schmetterling macht Kastanien zu schaffen
So wollen Wolfratshausen und Geretsried die Innenstädte stärken
Wie werden Innenstädte wieder attraktiver? Das war die entscheidende Frage bei einem Info-Abend in der Stadt Wolfratshausen.
So wollen Wolfratshausen und Geretsried die Innenstädte stärken
Die Bundestagskandidaten für Wolfratshausen im Überblick 
Am Sonntag steht Deutschlands wichtigste Polit-Wahl an. Hier stellen wir noch einmal alle sieben Kandidaten im Stimmkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach vor. 
Die Bundestagskandidaten für Wolfratshausen im Überblick 
Herd angelassen: Feuerwehr muss ausrücken
Angebranntes Essen hat für einen Feuerwehreinsatz am Untermarkt in Wolfratshausen gesorgt. Die Angelegenheit ging glimpflich aus.
Herd angelassen: Feuerwehr muss ausrücken

Kommentare