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Muss saniert werden: Das Schulhaus in Linden.

Zuschüsse bis zu 85 Prozent der Investitionssumme

Altes Schulhaus: Fördermöglichkeit beflügelt Sanierungspläne

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Keinen Zweifel ließ der Gemeinderat Dietramszell in seiner jüngsten Sitzung daran, dass das alte Schulhaus im Ortsteil Linden dringend saniert werden muss.

Dietramszell – Ebenso einig ist sich das Gremium, dass der Schießstand des örtlichen Schützenvereins bleiben soll, wo er ist. Allerdings findet jüngst die Idee mehr und mehr Befürworter, die dort befindliche Kindergartengruppe in einem neuen Anbau in den daneben liegenden Kindergarten zu integrieren.

Beflügelt werden diese Gedanken, nachdem sich Bürgermeisterin Leni Gröbmaier bei der Regierung von Oberbayern über Kindergarten-Förderung schlau gemacht hatte: „Da sind Zuschüsse bis zu 85 Prozent der Investitionssumme möglich.“ Zwar könne man laut Rathauschefin die exakte Fördersumme erst berechnen, wenn die Planung eines eventuellen Anbaus eingereicht werden würde: „Allerdings würde bereits eine so genannte kostengünstigere Machbarkeitsstudie anerkannt werden.“

Dann trug Architekt Robert Illner detailliert die möglichen Varianten des Umbaus des alten Schulhauses vor. Egal ob der Schießstand im Erd-, Ober- oder gar Dachgeschoß untergebracht werden würde, der Umbau würde in jedem Fall zu einer Vergrößerung der verfügbaren Fläche für neue Wohnungen führen, sofern der Kindergarten auszieht. Die bis zu 226 Quadratmeter großen Flächen könnten Wohneinheiten aufnehmen, die die Gemeinde anschließend als Sozialwohnungen vermieten könnte. Darüber hinaus könnten die Dietramszeller hierbei mit einer Wohnungsbau-Förderung von bis zu 30 Prozent rechnen.

Die Kosten für einen möglichen Kindergartenanbau bezifferte der Architekt mit etwa 1,1 Millionen Euro, wobei nach Abzug der voraussichtlichen Förderung für die Gemeinde lediglich eine Bausumme von etwa 220 000 Euro übrig bleiben würde. Auch könnten dann durch mögliche Synergieeffekte beim Kindergarten-Personal die Öffnungszeiten verlängert werden. Und letztlich „bergen Kindergarten und Wohnungen in einem Gebäude immer Konfliktpotenzial“, sagte Illner.

Von diesen Argumenten ließ sich das Ratsgremium überzeugen und beauftragte die Verwaltung einstimmig, die Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. „Wenn wir wissen, wie viel Förderung wir bekommen“, meinte Gröbmaier, „dann können wir immer noch entscheiden, was wir uns im Detail leisten wollen und können.“ 

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