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Ein letzter Rettungsring? Über die Zukunft des Ascholdinger Hallenbades entscheidet an diesem Dienstag der Bauausschuss.  

Appell an Landrat und Bürgermeisterin

Ohne Hallenbad keine Rettungsschwimmer: Ascholdinger schreibt Protestbrief

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Steht das Ascholdinger Hallenbad vor dem Aus? Der Rettungsschwimmer Josef Maier hofft nicht. Er setzt sich mit einem Protestbrief für den Erhalt ein.

Dietramszell – Soll das Ascholdinger Hallenbad noch einmal instandgesetzt werden oder nicht? Über diese Frage diskutieren an diesem Dienstagabend die Mitglieder des Dietramszeller Bauausschusses in nicht öffentlicher Sitzung. Der Ascholdinger Josef Maier, selbst Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), nahm dies zum Anlass, einen offenen Brief an Landrat Josef Niedermaier und Dietramszells Bürgermeisterin Leni Gröbmaier zu schreiben.

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„Hallenbäder sind gesellschaftlich systemrelevante Einrichtungen, deren Wirkung nicht auf Gemeindegrenzen beschränkt ist“, erklärt der Rettungsassistent in seiner Protestmail. Ohne Schwimmtraining gebe es keine Rettungsschwimmer, so Maier. Dem Landrat als Kreisvorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes und als Verantwortlicher für den Rettungsdienst im Landkreis müsse bewusst sein, dass Wasserretter im Einsatz als Team operieren und miteinander trainieren müssen.

Über Reparaturauftrag wird nicht öffentlich verhandelt

Maier fordert deshalb „die Gemeinde Dietramszell und die Rechtsaufsicht des Freistaates Bayern auf (...), diesen Tagesordnungspunkt öffentlich zu behandeln“. Nur dann könnten Bürger und Hilfsorganisationen beteiligt werden. Zudem habe der Gemeinderat „versprochen, dass das Hallenbad Ascholding so lange geöffnet bleibt, bis das interkommunale Bad in Geretsried eröffnet“.

„Auftragsvergaben werden grundsätzlich nicht öffentlich behandelt“, entgegnet Bürgermeisterin Gröbmaier auf Nachfrage unserer Zeitung den Vorwürfen. Sollte sich der Bauausschuss mehrheitlich dagegen aussprechen, einen Reparaturauftrag zu erteilen, komme das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung. Dort beraten die Mitglieder dann öffentlich darüber, ob das Bad geschlossen oder doch noch einmal instandgesetzt werden soll, so Gröbmaier.

Zu teure Sanierung des Hallenbads nicht mehr vertretbar

Sie selbst habe immer wieder darauf hingewiesen, dass die Gemeinde eine Investition im fünfstelligen Bereich für das stark sanierungsbedürftige Hallenbad nicht mehr vertreten könne. Konkrete Angebote, wie viel die aktuell notwendige Reparatur kosten soll, lagen ihren Angaben zufolge am Montag noch nicht vor.  cw

Das interkommunale Hallenbad in Geretsried ist das größte städtische Bauprojekt seit Jahrzehnten – und es nimmt langsam klare Konturen an. Ein Rundgang.

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