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Ein Prosit auf Gewerbetreibende, Handwerker und Selbstständige (v. li.): Ernst Ausfelder, Vize-Vorsitzender der Dietramszeller CSU, Ortsvorsitzender Michael Häsch und der ehemalige Parteichef Erwin Huber. 

CSU-Sommerempfang mit Erwin Huber 

Der Mittelstand „ist die Berufsschule der Nation“

Die Ehre eines Besuchs erwies kürzlich Erwin Huber, ehemaliger Parteivorsitzender der CSU, dem CSU-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen, dem Ortsverband Dietramszell sowie dem Kreisverband der Mittelstandsunion der CSU.

Ascholding  Die Gastgeber hatten Parteimitglieder, Gewerbetreibende, Handwerker und Selbstständige zu einem Sommerempfang ins Gasthaus Holzwirt in Ascholding eingeladen. Der Dietramszeller CSU-Ortsvorsitzende Michael Häsch begrüßte etwa ein Dutzend „Leistungsträger“, wie er die Firmenvertreter nannte. Das Treffen solle dem Austausch zwischen Wirtschaft und Politik dienen, wünschte sich Unternehmer und Gemeinderat Häsch.

Oft höre er von Gewerbetreibenden den Satz „Die da oben machen ja doch, was sie wollen“, berichtete Häsch. Doch anstatt über die Politik zu schimpfen, solle man besser zu Veranstaltungen gehen und mitreden oder – noch besser – sich selbst ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren.

Diesen Appell unterstrich Huber in seiner Rede. Der Anteil an Mittelstandsvertretern in den bayerischen Gemeinderäten, Stadträten und Kreistagen gehe kontinuierlich zurück. „Ich verstehe natürlich, dass gerade ihr viel zu tun habt. Aber euer wirtschaftlicher Sachverstand fehlt in den kommunalen Gremien“, betonte der CSU-Politiker. Der Niederbayer lobte die kleinen und mittelständischen Unternehmen ausdrücklich. Sie würden 75 Prozent aller Arbeitsplätze in Bayern stellen und mehr als 80 Prozent der Lehrlinge ausbilden. Huber: „Ihr seid die Berufsschule der Nation.“

Die CSU tue einiges, um diese den Freistaat so wichtige Säule zu stärken. Unter anderem investiere die Staatsregierung 1,5 Milliarden Euro in den Breitbandausbau und treibe die Digitalisierung voran. Im Wahlprogramm der CSU seien Steuerentlastungen vor allem für den Mittelstand vorgesehen. Ab 2020 wolle man mit der schrittweisen Abschaffung des Solidaritätszuschlags beginnen. Nach dem Willen der CSU soll der Soli früher als in zehn Jahren Geschichte sein. Kleine und mittlere Betriebe sollen außerdem durch steuerliche Entlastungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung gefördert werden. Mit der CSU werde es keine Reichensteuer und keine Rückkehr zur Vermögens- und Erbschaftssteuer geben, machte Huber deutlich.

Bei leichten Sommergerichten und Gesprächen an den Tischen klang der Empfang aus. 

Tanja Lühr

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