Das Ascholdinger Hallenbad von außen.
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Wiederbelebung: Die DLRG will das Ascholdinger Hallenbad für voraussichtlich drei Jahre pachten und auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen.

DLRG will Einrichtung betreiben, bis das neue Lehrschwimmbecken in Wolfratshausen gebaut ist

Ascholdinger Bad als Rettungsring

  • VonEwald Scheitterer
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Das Hallenbad in Ascholding beschert der Gemeinde Dietramszell derzeit vor allem Kosten. Nun besteht die Möglichkeit, die Schwimmhalle für große Teile der Bevölkerung wieder nutzbar zu machen.

Dietramszell – Die DLRG Schäftlarn-Wolfratshausen will das Bad pachten und bis zur Fertigstellung des neuen Lehrschwimmbeckens in Wolfratshausen betreiben. Der Vorschlag fand im Dietramszeller Gemeinderat seine Zustimmung.

DLRG will Bad pachten

DLRG-Ortsverbandschef Robert Klingel stellte das Projekt in der Sitzung am Dienstagabend detailliert vor: „Coronabedingt gab es in den zurückliegenden eineinhalb Jahren bei uns keinerlei Schwimmausbildung mehr für Kinder“, sagte er. „Jetzt, wo es wieder möglich ist, müssen wir feststellen, dass die zur Verfügung stehenden Schwimmflächen in der Region immer weniger werden.“ Deshalb will die DLRG das Ascholdinger Bad von der Gemeinde pachten. Der Betrieb soll von der noch zu gründenden gemeinnützigen GmbH „Isartal Schwimmbad Betriebsgesellschaft“ übernommen werden. Der Gemeinde hätte keinerlei Kosten mehr.

Öffentlicher Betrieb ist untersagt

Zur Erinnerung: Das Ascholdinger Hallenbad darf derzeit lediglich zum Training der Rettungsdienste genutzt werden. Ein öffentlicher Badebetrieb wurde vom Gesundheitsamt untersagt, da ohne vorhandenes Personal die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleistet werden kann. Die DLRG-Ortsgruppe wiederum hat aktuell das Problem, dass sie zwar künftig das neue Lehrschwimmbecken in der Hammerschmied-Schule in Wolfratshausen nutzen kann. „Aber“, so Klingel, „Schule und Schwimmbad werden frühestens in drei Jahren fertig.“ Deshalb sei angedacht, das Ascholdinger Bad mit einer Laufzeit von jeweils einem Jahr zu pachten.

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„Insgesamt eine gute Sache“, befand Gemeinderat Xaver Huber und wollte wissen: „Sind dann da auch Schwimmkurse für unsere Kindergartenkinder möglich?“ „Durchaus“, antwortete Klingel. Es sei sogar angedacht, das Bad wieder für die Allegemeinheit zu öffnen. Aus versicherungstechnischen Gründen sei es allerdings erforderlich, dass jeder Besucher auch Mitglied bei der DLRG ist.

Gemeinde wird nichts mehr investieren

Ein Problem sah Bernhard Fuchs vom Arbeitskreis Energie und Umwelt in der Beheizung des Bades: „Dort gibt es lediglich eine einzige alte, mit Öl betriebene Heizungsanlage mit gigantischem Ölverbrauch.“ Dazu erklärte Bürgermeister Josef Hauser, dass man den Verbrauch niedrig halten werde. „Dort wird es auch künftig keine Wassertemperaturen eines Wohlfühlbads geben.“ Darüber hinaus stellte der Rathauschef klar: „Sollten irgendwelche größeren Reparaturen erforderlich werden, wird das Bad sofort geschlossen. Die Gemeinde wird dort sicherlich nichts mehr investieren.“ Diese Argumente überzeugten das Ratsgremium, das dem Vorhaben zustimmte. Hauser freute sich: „Ein super Konzept, vor allem, weil es für die Gemeinde kostenneutral sein wird.“ 

esc

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