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60 Stunden verbrachte Xaver Unterholzner allein in einem Raum. Was in dieser Zeit entstanden ist, zeigt der Künstler ab Freitag in der Kulturbühne Hinterhalt.

Diplomarbeit für den Abschluss der Bühnenbildner-Ausbildung

Kunst-Experiment: 60 Stunden in Einsamkeit und Stille

Xaver Unterholzner hat ein Selbstexperiment als Diplomarbeit für den Abschluss seiner Bühnenbildner-Ausbildung an der Münchner Kunstakademie gemacht. 60 Stunden sperrte sich der junge Künstler aus Ascholding in einen Raum ein, in einsamer Stille nur mit Verpflegung.

Gelting/Ascholding – Es ist Vorweihnachtszeit und man stelle sich vor, man sperrt sich weg und lässt, wie man umgangssprachlich so schön sagt, den lieben Gott einen guten Mann sein. Sprich, man tut einfach gar nichts und entgeht dem hektischen Vorbereitungsstress. Unmöglich.

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Xaver Unterholzner hat ein Selbstexperiment als Diplomarbeit für den Abschluss seiner Bühnenbildner-Ausbildung an der Münchner Kunstakademie gemacht. 60 Stunden sperrte sich der junge Künstler aus Ascholding in einen Raum ein, in einsamer Stille nur mit Verpflegung. Die Emotionen und die Gedanken, die dabei entstanden, baute er in Pappe raumhoch nach und dokumentierte sich und seine Arbeit per Videomitschnitt. Es entstanden Sehnsuchtsorte, die Geborgenheit vermitteln, wie etwa die Ofenbank bei der Großmutter oder ein Platz in der Natur.

Die Ausstellung „Rasten“, die an diesem Freitag in der Galerie im Hinterhalt eröffnet wird, steht somit in einem krassen Widerspruch zur rastlosen Adventszeit. Die Diplomarbeit wurde vom Landkreis finanziell unterstützt, allerdings mit der Bedingung: Die Installation muss öffentlich ausgestellt werden. So kam die Idee zu einem Rahmenprogramm mit drei Mal Unterholzner im Hinterhalt auf. Denn Xaver (28) ist der Sohn von Georg Unterholzner, Veterinär am Landratsamt und Autor von regionalen Krimigeschichten wie „Die dritte Leich“ und „Der Schnitter“, sowie der ältere Bruder von Schorschi Unterholzner (25), der gerade das Liedermacherfestival in Geretsried gewonnen hat.

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Georg Unterholzner ist stolz auf seine Söhne. „Mediziner wollten sie zwar nicht werden“, sagt er, aber enttäuscht über den kreativen Werdegang seiner Söhne ist der Vater nicht. Beide machten nach dem Abitur am Geretsrieder Gymnasium zuerst eine handwerkliche Ausbildung. Xaver lernte Zimmerer, ehe er aus zig Bewerbern einen der handverlesenen Studienplätze für Bühnenbild an der Münchner Kunstakademie erhielt. Sohn Schorschi absolvierte zuerst eine Autosattler-Ausbildung, um anschließend auf ein Gitarrenstudium (Lehramt) an der Musikhochschule umzusatteln. Heute singt er eigene Liedermacher-Songs und macht mit seiner Band „Maxjoseph“ progressive Volksmusik.

Zum ersten Mal gestalten Vater und Söhne nun ein gemeinsames Kulturwochenende im Geltinger Hinterhalt mit Kunst, Musik und Lesung. Ein Beweis dafür: Die Unterholzners sind aus dem gleichen Holz geschnitzt.

(web)

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Rahmenprogrammzur Ausstellung „Rasten“

Freitag, 13. Dezember, 19 Uhr: Vernissage der Ausstellung „Rasten“ mit mongolischen Jazzmusikern, die Laudatio hält Landrat Josef Niedermaier; Lichtdesign von Günter Klügl. Samstag, 14. Dezember, 20.30 Uhr: Progressive Volksmusik mit der Band „Maxjoseph“. Sonntag, 15.Dezember, 11Uhr: Grafical-Matinee mit Weißwurstfrühstück – mit Texten von Oskar Maria Graf; Musik: Sepp „Bodo“ Kloiber und Martin Regnat; Rezitation: Georg Unterholzner. Montag, 16. Dezember, 19 Uhr: Finissage mit Autorengesprächen; Bestsellerautorin Hanni Münzer und Krimiautor Georg Unterholzner erzählen. Weitere Autoren sind herzlich dazu eingeladen.

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