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Unfallhäufung: Im August starb ein Motorradfahrer (28) aus München auf der Staatsstraße 2072.

Staatsstraße 2072

Nach Unfällen: Neuer Asphalt für Unfallstrecke

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Dietramszell – Die Staatsstraße 2072 zwischen Ascholding und Tattenkofen hat in den vergangenen Wochen traurige Berühmtheit erlangt. Nun hat die Unfallkommission den gesamten Bereich von Egling bis Bairawies unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Es besteht Handlungsbedarf.

Auf der Strecke ereigneten sich mehrere schwere Verkehrsunfälle, einige mit tödlichem Ausgang.

Die Unfallkommision, dazu zählen Vertreter des Landratsamts, der Polizei und des Staatlichen Straßenbauamts in Weilheim, war Anfang vergangener Woche vor Ort. Anschließend ging alles sehr schnell: Nördlich und südlich von Bairawies wird die Griffigkeit der Fahrbahn verbessert, die Arbeiten haben bereits begonnen. „10 000 bis 12 000 Quadratmeter Fahrbahnfläche werden aufgeraut“, erklärt Michael Kordon, Leitender Baudirektor im Staatlichen Straßenbauamt, im Gespräch mit unserer Zeitung. Diese Maßnahme soll die Haftung zwischen Asphalt und Reifengummi verbessern.

Im Straßenabschnitt zwischen Ascholding und Tattenkofen, also dort, wo die tragischen Verkehrsunfälle geschahen, passiert zunächst nichts. Konkrete Schwachstellen habe die Unfallkommission da nicht ausgemacht, so Kordon. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Straßenbeschaffenheit und den Unglücken könne nicht hergestellt werden. „Wenn zweimal in derselben Kurve ein Auto von der Straße schleudert, muss das nicht heißen, dass die Straße schlecht ist“, gibt Kordon zu bedenken.

Es sei müßig, darüber zu spekulieren, welche originären Ursachen in der jüngsten Vergangenheit zu den schweren Unfällen geführt haben, stellt der Baudirektor fest. Er appelliert nicht zuletzt angesichts der winterlichen Witterung an die Eigenverantwortung der Pkw- und Lkw-Fahrer. Der Behördenchef zitiert aus der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“

Zusätzlich zur Aufrauhung des Asphalts werde entlang der Strecke punktuell „die Schutzplanke verlängert“, kündigt Kordon an. Nördlich von Bairawies sei geplant, ein Hinweisschild aufzustellen: „Vorsicht, Straßenschäden.“ Mittelfristig würden einige Bereiche der Staatsstraße 2072, die gut zehn Jahre alt ist, mit einem neuen Asphaltbelag versehen. Mit Blick auf die Finanzierung hält es der Baudirektor für „realistisch“, dass dies bereits 2017 oder 2018 geschehen wird.

cce

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