Manuel Neuer operiert! Keeper fällt aus

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2014 war das stärkste Jahr von Barbara Wirth: Im Slalom von Bormio fuhr die Ascholdingerin auf Rang neun, ihr bestes Weltcup-Resultat. 

Ski Alpin

Barbara Wirth beendet ihre Karriere

Ascholding/Lenggries - Der Kampf hat ein Ende: Die Ascholdinger Rennläuferin Barbara Wirth, die für den Skiclub Lenggries startet, beendet ihre aktive Karriere. Sie spricht von einer "Erlösung"

Barbara Wirth beendet ihre aktive Karriere als Ski-Rennläuferin. „Ich habe im Rennsport viel erlebt, habe viel gesehen, aber jetzt ist es gut“, sagt die Ascholdingerin. Zu ihrem letzten Auftritt auf internationaler Bühne tritt die Fahrerin des SC Lenggries am kommenden Sonntag beim Weltcup-Slalom im slowakischen Jasna an. Es ist das letzte Rennen in dieser Disziplin im Winter 2015/16 vor dem großen Finale der Top-30-Fahrerinnen. „Da wäre ich sowie so nicht dabei gewesen. Der letzte Kick hat mir zuletzt einfach gefehlt“, gibt die 26-Jährige zu.

Die letzte Saison verlief nicht optimal

Dazu seien die fehlenden guten Resultate in diesem Winter gekommen. „Ich bin schon so lange dabei, aber zuletzt ist nichts mehr weitergegangen“, sagt Wirth. Mehr als ein Jahrzehnt war sie Mitglied der alpinen deutschen Nationalmannschaft, war aktuell eine der besten Slalom-Spezialistinnen im – allerdings derzeit international zweitklassigen – DSV-Team. Die Entscheidung, einen Schlussstrich unter die Karriere zu ziehen, sei ihr nicht leicht gefallen, sagt Wirth, die aus Neufahrn bei Egling stammt. „Aber letztlich kam ich zu dem Schluss, dass in meinem Leben einfach etwas Neues passieren muss.“

Ihr bestes Weltcup-Ergebnis: Platz neun in Bormio 2014

Mit dem Skifahren angefangen hatte sie beim TSV Wolfratshausen. Nachdem sich aber schnell ihr Talent gezeigt hat, wechselte Wirth zum Lenggrieser Skiclub. „Dort hat alles gepasst, ich wurde optimal gefördert.“ Bereits als Kind hatte sie einen Traum: „Als ich Katja Seizinger, Hilde Gerg und Martina Ertl im Fernsehen bei Olympia gesehen habe, dachte ich: Da möchte ich unbedingt auch einmal hin.“ Der Traum ging in Erfüllung, als sie in Sotschi im Slalom auf Platz 14 fuhr. Als persönlichen Karrierehöhepunkt bezeichnet Wirth aber ihren Auftritt in Bormio im Winter 2013/14: Platz neun, bestes Weltcup-Ergebnis und das Ticket für Olympia.

Ihr letzter Wettkampf findet in Jasna (Slowakei) statt

Das Leben als Ski-Rennläuferin aber war für die Ascholdingerin ein „ständiger, gewaltiger Kampf“ gewesen: „Da ich nie das Riesentalent war, musste ich mir alles hart erkämpfen.“ Jetzt freut sie sich erst einmal auf einen langen Urlaub in tropischen Gefilden – und auf vieles mehr, was bislang in ihrem Leben zu kurz gekommen ist: „Ich bin zwar nach wie vor eine begeisterte Skifahrerin, aber dass ich keine Torstangen mehr sehen muss, ist wie eine Erlösung.“

Ihre Ausbildung beim Zoll will sie beenden

Beruflich wird die 26-Jährige ihre Ausbildung beim Zoll beenden. Was dann kommt, weiß sie noch nicht. Das Fazit ihrer Karriere? Wirth antwortet sehr ehrlich: „Ich habe immer alles probiert, habe immer alles gegeben. Dabei habe ich sehr, sehr viel investiert. Doch in der Summe ist nicht allzu viel herausgekommen. Ich habe jetzt andere Träume.“Ewald Scheitterer

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