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Bündelweise wurde das Holz zur Versteigerung vor dem Humbacher Vereinsheim gefahren. Auktionator Sepp Holzmayer tat sein Bestes, die Spenden der umliegenden Bauern unter die Leute zu bringen.

Scheite für die kalten Tage

Für Brennholz: Dietramszeller geben 4000 Euro aus

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Dietramszell – Beim Ersten Leiterer Brennholztag kamen 4000 Euro für die neue Thankirchner Glocke zusammen.

Über 200 Kaufwillige und Schaulustige waren am Sonntag zum Ersten Leiterer Brennholztag am Humbacher Vereinsheim gekommen. Bei knapp 30 Grad fiel es den meisten schwer, an das Kaminfeuer im nächsten Winter zu denken. Übrig geblieben ist trotzdem kein einziges Holzscheit. Die stolze Summe von 4000 Euro kam schlussendlich für die Thankirchner Glocke zusammen.

30 Ster Brennholz, hauptsächlich von der Fichte und der Buche, hatten die umliegenden Bauern gespendet. Das Ziel der vom Pfarrgemeinderat organisierten Versteigerungsaktion: Geld für die neue Glocke der Thankirchner St.-Katharina-Kirche zu sammeln. Die alte Stahlglocke aus dem Jahr 1920 darf nur noch bis Ende 2019 läuten, spätestens dann soll das Geld für eine neue Bronzeglocke und die notwendigen Umbauarbeiten beisammen sein.

Auktionator Sepp Holzmeyer gab sein Bestes, das Holz unter die Leute zu bringen: So ein Bündel „Buachas und Feichtas“ sei doch auch ein schönes Geschenk zur Silberhochzeit, spornte er die zunächst zögerlichen Kaufinteressenten an. Trotzdem zog er die Versteigerung nicht unnötig in die Länge: „Wir wollen ja keine überzogenen Preise“, sagte er. Fair wies er auch darauf hin, wenn in einem Packen ein paar nicht mehr so schöne Holzstücke mit dabei waren. Nach dem Meterholz kamen über 100 Säcke und Bündel Anzündholz und kleinere Scheite unter den Hammer. Gespalten, geschnitten und gepackt hatte sie zum großen Teil der zehnjährige Markus Sedlmair, der dafür von den Besuchern einen Extra-Applaus erhielt. Für durchschnittlich 20 Euro wechselten sie den Besitzer.

Zum Schluss wurde es richtig spannend: Die Almhütte, die der Humbacher Trachtenverein anlässlich seines Freilichttheaters „Der Jäger von Fall“ in der Föggenbeurer Kiesgrube aufgebaut hatte, wurde ebenfalls versteigert. 1000 Euro lautete das Mindestgebot, bei 2250 Euro fiel der Hammer.

Zufrieden waren am Ende alle. Die Käufer freuten sich, dass sie sich zu Schnäppchenpreisen mit Brennholz eindecken konnten. Mehr als 95 Euro kostete selbst der Ster Buchenholz mit dem höchsten Heizwert nicht – und das inklusive Zuschnitt auf die gewünschte Scheitlänge und Frei-Haus-Lieferung. Auch wer nur zum Frühschoppen und zum Zuschauen gekommen war, erlebte kurzweilige Stunden. Für das leibliche Wohl sorgten die Leiterer Burschen und Madln mit Würstln, Grillfleisch und kühlem Bier zu zivilen Preisen. Die musikalische Unterhaltung übernahmen die Leiterer Musikanten.

Kirchenpfleger Franz Holzmayr war über den Erfolg der Brennzholz-Auktion „mehr als glücklich“. Stolze 4000 Euro kamen bei der Aktion zusammen. „3346 Euro hat der Holzverkauf gebracht. Aus dem Erlös der Hütte hat der Trachtenverein dann noch einmal 654 Euro gespendet“ sagte er. Nach einem knappen Jahr haben die Leiterer in verschiedenen Spendenaktionen damit laut Holzmayr schon über 15 000 Euro gesammelt. Das entspreche etwa einem Viertel der veranschlagten Kosten für die neue Glocke.

cw

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