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Das Trinkwasser in Dietramszell muss weiterhin gechlort werden.

trinkwasserchlorung in dietramszell

Trinkwasserchlorung: Geruch soll verringert werden

Dietramszell – Das Trinkwasser aus dem Hochbehälter in Jasberg muss weiterhin gechlort werden. Um die Belastung für Bürger so gering wie möglich zu halten wird nun eine neue Anlage verbaut.

Laut Anordnung des Gesundheitsamts muss das Trinkwasser aus dem Hochbehälter in Jasberg weiterhin gechlort werden. Der Grund: Es besteht die Möglichkeit, dass jederzeit wieder Keime von außen eindringen können. „Auch eine von der Gemeinde vorgeschlagene häufige Beprobung wurde als unzureichende Vorsorgemaßnahme abgelehnt“, erklärt Bürgermeisterin Leni Gröbmaier in einer Pressemitteilung.

Bis der neue Behälter fertiggestellt ist, kommt die Kommune deshalb im betroffenen Gebiet nördlich von Dietramszell nicht um die Chlorung herum. Mit „dem allergrößten Einsatz“ will sie jetzt den Neubau vorantreiben. Dem Grundstücksvertrag stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu, auch der Planungsauftrag ist laut Bürgermeisterin bereits vergeben. Bis der neue Trinkwasserbehälter einsatzbereit ist, dauert es nach Aussage Gröbmaiers jedoch „realistisch betrachtet mindestens ein Jahr“.


Der Chlorgeruch und -geschmack soll trotzdem schon bald der Vergangenheit angehören.


Der Chlorgeruch und -geschmack soll trotzdem schon bald der Vergangenheit angehören. Um die Chlorung „für den Bürger so verträglich wie möglich“ zu gestalten, beschloss der Gemeinderat, eine Chlordioxid-Anlage zu kaufen. Der Vorteil der neuen Methode der Trinkwasserentkeimung: Es entstehen dabei praktisch keine übelriechenden Abbauprodukte von Chlor. Zudem ist die desinfizierende Wirkung von Chlordioxid im Vergleich zum herkömmlichen Chlorgas stärker und hält länger vor.

Eine solche Anlage kostet rund 10 000 Euro, sagte Gröbmaier unserer Zeitung. Sie sei sofort bestellt worden. Schon in einem Monat soll das neue Gerät in Betrieb gehen.

von Clara Wildenrath

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