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Herzig: Die Geschwister Julia und Benedikt mit ihrer Mutter Michaela Lederer.  

In der Klosterkirche und im Gasthof Peiß

70. Gaujugendsingen der Oberlandler

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Seit 70 Jahren organisiert der Oberlandler Gauverband im Frühjahr und Herbst einen Sing- und Musiziernachmittag für die Kinder und Jugendlichen der Gaugruppen. Normalerweise findet dieser in Gmund am Tegernsee und Fischbachau-Kirchstiegl (Kreis Miesbach) statt. Zum Jubiläum holte der ehemalige Gauvorstand Hans Seestaller und Mitorganisator des ersten Jugendsingens die Veranstaltung nach Dietramszell.

Dietramszell– Die Feier begann mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche, der musikalisch von der Familienmusik Nopper aus Bayrischzell, der Gmunder Stubnmusi und Michaela und Bernhard Lederer gestaltet wurde. Im vollbesetzten Festsaal des Gasthofs Peiß trugen nach dem gemeinsamen Mittagessen dann 21 Gruppen mit 70 jungen Musikanten aus dem gesamten Gauverband mit großer Freude und viel Engagement ihre einstudierten Musikstücke vor.

Als Ehrengäste dabei waren auch drei Teilnehmer des ersten Gaujugendsingens im Jahr 1947 in Tegernsee, Betti Peiß, Josef Reiter und Rupert Hainz. Vor allem der Auftritt der kleinsten Volksmusikanten, Julia und Benedikt Lederer, stieß beim Publikum auf große Begeisterung. Hand in Hand kletterten der dreijährige Bub und seine drei Jahre ältere Schwester auf die Bühne und trällerten in Begleitung ihrer Mutter „Wenn des Singa ned war, war die Welt wohl glei laar“.

Viel Beifall erhielten auch die Darbietungen der ortsansässigen „Zamgwürfelten Dietramszeller“ und der „Hausmusi aus Dietramszell“. Zu hören waren unter anderem Walzer, Märsche, Polkas und Landler – gesungen und gespielt auf sehr unterschiedlichen Instrumenten wie Zither, Flöte, Geige oder Trompete.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist die Erhaltung und Weitergabe der alpenländischen Volksmusik. „Es geht uns nicht um musikalische Höchstleitungen“, betont Gaumusikwart Bernhard Lederer aus Sauerlach, der durch das Programm führte. Wichtig sei in erster Linie das gegenseitige Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch und nicht zuletzt auch „einfach einen schönen Nachmittag miteinander zu verbringen“, so Lederer.

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