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Letzte Inspektion: Planer Jürgen Eichhammer und Bürgermeisterin Leni Gröbmaier prüfen einen Gully. 

"Jetzt ist endlich alles fertig"

Ascholdinger Gewerbegebiet ist abgenommen

Dietramszell – Noch steht das Gras hoch im neuen Gewerbegebiet Ascholding. Doch schon in zwei Wochen will der erste Unternehmer mit dem Bau beginnen. Am Dienstag erfolgte die offizielle Abnahme der Wasser-, Kanal- und Straßenbauarbeiten. „Jetzt ist endlich alles fertig“, sprach Bürgermeisterin Leni Gröbmaier mit einem Seufzer der Erleichterung.

Die Erschließung hatte sich deutlich länger hingezogen als ursprünglich geplant: Zum einen deshalb, weil die Bodenbeschaffenheit im östlichen Bereich die Versickerung des Regenwassers erschwerte. Zum anderen, weil im benachbarten Mooshamer Weiherbach die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel gefunden wurde. Dadurch entfiel die Möglichkeit, bei Starkregen einen Teil des Oberflächenwassers in den Bach zu leiten.

Trotz dieser Widrigkeiten seien die Ausgaben insgesamt im Rahmen geblieben, freute sich die Rathauschefin. Knapp 900.000 Euro habe die Erschließung des Gebiets inklusive Straßenbeleuchtung bisher gekostet. Ein großes Entwässerungsbecken entlang der Staatsstraße 2072 soll jetzt selbst bei einem Jahrhunderthochwasser dafür sorgen, dass sämtliche Niederschläge innerhalb des Gewerbeareals versickern.

Rund ein Viertel der Fläche ging durch die Erschließungsmaßnahmen verloren, 27.000 Quadratmeter bleiben übrig. Der Streifen an der Staatsstraße hätte nach Gröbmaiers Aussage aber ohnehin nicht bebaut werden können. Für die Versiegelung der brachliegenden Wiesen musste die Gemeinde – wie im Bayerischen Naturschutzgesetz vorgeschrieben – eine ökologische Ausgleichsfläche schaffen.

Zu diesem Zweck erwarb sie eine 28.000 Quadratmeter große, extensiv bewirtschaftete Fläche im Wasserschutzgebiet Obermühltal. Ein positiver Nebeneffekt dieser Maßnahme, so die Bürgermeisterin: „Jetzt befinden sich alle Wasserschutzgebiete in öffentlichem Besitz.“

Elf der vierzehn Gewerbegrundstücke sind bereits an Unternehmer aus Dietramszell und den benachbarten Gemeinden verkauft, vermeldete Bauamtsmitarbeiter Huber Walser. Gut 6000 Quadratmeter stünden noch für weitere Interessenten zur Verfügung. Die Adresse der künftig dort ansässigen Firmen lautet „Grabenwiese“: Auf diesen Namen für die 440 Meter lange Ringstraße einigten sich die Gemeinderäte in ihrer letzten Sitzung.

Der erste Bauantrag ist bereits gestellt worden. Noch vor Weihnachten plant der erste Gewerbebetrieb seinen Einzug.

Clara Wildenrath

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