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Heimspiel: Franz Putz alias Francesco (2. v. li.) präsentierte in der Klosterschänke sein erstes Soloalbum.

Bayerischer Blues anstatt Party- und Hochzeitsmusik

Dietramszeller Künstler besteht Bühnendebüt als Solomusiker

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Der Dietramszeller Künstler Franz Putz, alias Francesco, trat in der  Klosterschänke zum ersten Mal als Solomusiker auf. Dort inszenierte er selbst geschriebene bayerische Bluesmusik.  Das Konzert war ausverkauft. 

Dietramszell – Zwei wie aus dem Film „Men in Black“ erscheinen als Türsteher. Es qualmt Nebel durch die Ritzen der geschlossenen Tür. Eine Warteschlange hat sich gebildet. Szenenreife Inszenierung, die anmuten könnte, als wäre man gerade vor einer Edeldiskothek in New York. Franz Putz alias Francesco hat keine Kosten und Mühen gescheut, die Release-Party seines ersten Solo-Albums in der Klosterschänke standesgemäß zu inszenieren. Willkommens-Prosecco, Stühle mit weißen Hussen, eine Bühne in buntes Licht gehüllt und – sein Konzert ist ausverkauft.

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„Ich bin es gewöhnt, dass die Stimmung abgeht“, sagt Francesco, der sich in Dietramszell bisher als Party- und Hochzeitsmusiker einen Namen gemacht hat. An diesem Abend präsentiert er erstmals öffentlich seine eigene Musik als bayerischer Bluesmusiker und Liedermacher. „Bin echt nervös“, verrät er im Gespräch am Rande. Der Schorsch, sein Freund und Wegbegleiter, begrüßt derweil das Publikum, und dann geht’s los mit dem ersten Titel, der gerade richtig passt: „Ned denga, sondern doa.“

„Ned denga, sondern doa.“

Francesco greift zur Gitarre, die er nach jedem Stück wechselt wie andere ihre Hemden. Es sind schöne Songs mit Blues- und Rockrhythmen und eingängigen Melodien, die sein Publikum, überwiegend Freunde und Bekannte, sofort begeistern. Francesco schreibt Lieder aus seinem Leben und seinem Alltag, die er und seine Musiker mit viel Gefühl präsentieren. Mit dabei sind am Kontrabass Christian Schantz, Wolfgang Kroh am Cajon und Hannes Deißenböck an der Gitarre.

Alle Lieder mit augenzwinkerndem Unterton

„Alk und da Boandl“ ist eine musikalische Hommage an den berühmten Brandner Kasper oder anders gesagt, Francescos eigene Vorstellung vom „Löffel abgeben“. So haben alle seine Lieder einen augenzwinkernden Unterton zwischen den Textzeilen und viel Humor. Sie sind ehrlich und erzählen von der Kindheit („Manchmal warad i wieda gern a Indianer“) und von der Freiheit („Nimm mi mit du kloaner Fliaga aus Papier“).

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Francesco ist nach dem sechsten Lied kurz vor der Pause immer noch „a bisserl nervös“. Anmerken tut man es ihm nicht. Er erzählt wie seine Musikstücke entstanden sind und bezieht die Zuhörer mit ein, die er zum Teil namentlich kennt. Franz Putz alias Francesco hat sein Bühnendebüt als Solomusiker bestanden. Es war ein gelungener Abend mit guter Musik und einer schönen Atmosphäre im alten Gewölbesaal der Dietramszeller Klosterschänke.

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