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Kater Visi musste operiert werden, nachdem ihn ein Unbekannter mit einem Luftgewehr angeschossen hat.

Polizei sucht Zeugen

Unbekannter schießt mit Luftgewehr auf Kater Visi - Familie aus Dietramszell bittet um Hilfe

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Der schwarz-weiße Kater Visi von Familie Scholz aus Dietramszell ist vom Schuss eines Luftgewehrs getroffen worden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Update von Montag, 11. Februar:  Visi ist erst zehn Monate alt. Und für sein kurzes Leben musste der schwarz-weiße Kater schon sehr viel durchstehen. Visi, benannt nach dem Drachen Viserion aus der Fernsehserie „Game of Thrones“, wurde von einem unbekannten Täter mit einem Luftgewehr angeschossen. Die Kugel wurde herausoperiert, doch Visis rechtes Hinterbein ist gelähmt. Ob der Kater je wieder richtig laufen kann, ist ungewiss. 

„Wir sind alle traurig“, sagt Christian Scholz aus dem Dietramszeller Ortsteil Schönegg. Bei ihm und seiner Familie leben Visi und dessen Bruder seit dem vergangenen Sommer. Beide sind im Tierheim auf die Welt gekommen. „Visi ist superschlau, er konnte Sitz, Platz und Rolle“, berichtet der 54-Jährige. Seit Dienstag, 5. Februar, kann sich der Kater nur noch hinkend fortbewegen. 

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An diesem Wintertag war Visi etwa von 10 bis 15.30 Uhr draußen unterwegs. Als er nach Hause kam, bemerkte Scholz’ Tochter Janina (16), dass ihr Kater nicht mehr richtig laufen konnte. „Wir dachten, er wurde von einem Auto angefahren“, erklärt der Dietramszeller. Da die Familie nicht wusste, was Sache war, betüdelten sie ihren Kater. 

Jemand muss aus direkter Nähe auf Kater Visi geschossen haben

Am nächsten Tag stellte der Tierarzt beim Röntgen fest, dass an der Kniescheibe am rechten Hinterlauf eine Kugel steckte. Ein Einschussloch war zunächst nicht zu entdecken. „Aber eine alte Verletzung konnte es auch nicht sein.“ Noch vor dem Wochenende wurde Visi operiert. Dabei entdeckte der Arzt eine Verkrustung unter dem langen Fell am Rücken. „Jemand muss vom Balkon oder Fenster aus direkter Nähe schräg nach unten geschossen haben“, so Scholz. Zehn Zentimeter lang sei der Schusskanal gewesen. 

Die Familie hat sich bereits in der Nachbarschaft umgehört, ob jemand etwas mitbekommen hat – auch, um die Menschen zu sensibilisieren. „In der Nachbarschaft leben auch andere Katzen, die Freigänger sind.“ Die Dietramszeller haben außerdem Anzeige bei der Polizei erstattet. Die bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, um den Täter zu finden. 

Familie Scholz hofft, dass Kater Visi wieder gesund wird

Große Hoffnungen macht sich Christian Scholz nicht. Der 54-Jährige hofft nur, dass Visi gesund wird. „Es kann Wochen dauern, bis er nicht mehr hinkt“, sagt er, Möglicherweise erholen sich die Nervenbahnen nie, vielleicht muss das Bein sogar amputiert werden. „Der arme Kater ist für sein Leben gekennzeichnet.“ Familie Scholz hatte bereits eine dreibeinige Katze. Sie musste im Januar eingeschläfert werden, nachdem sie von einem Auto angefahren worden war. „Es war kein gutes Jahr bisher.“ 

Dass jemand in einer Wohngegend mit einem Luftgewehr umherschießt, kann Scholz absolut nicht verstehen. Ob es nun der Streich eines Jugendlichen oder die Tat eines Katzenhassers war: „Wenn man Katzen nicht mag, kann man sie ja einfach verjagen, indem man in die Hände klatscht.“

Polizei ermittelt nach dem unbekannten Schützen

Dietramszell - Die Familie aus dem Dietramszeller Ortsteil Schönegg hatte am Dienstagabend, 5. Februar, bemerkt, dass ihr schwarz-weißer Kater stark humpelte. „Beim Tierarztbesuch stellte sich heraus, dass der Vierbeiner an einer Schussverletzung am linken Hinterbein litt“, berichtet Andreas Faltermayr von der Polizeiinspektion Geretsried. 

Der Kater sei einer kostspieligen OP unterzogen worden, um das Geschoss aus seinem linken Oberschenkel zu entfernen. Ob die Lähmung in dem verletzen Bein abklingt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss.

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„Der Wunde und dem Geschoss nach zu urteilen, muss der Täter mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen haben“, so Faltermayr. Zeugen, die im Laufe des 5. Februars Beobachtungen gemacht haben, die zur Auffindung des Täters dienen, werden gebeten sich bei der Geretsrieder Polizei, Telefon 08171/93510, zu melden.

sw

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