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Nordöstlich des Dietramszeller Waldweihers soll der geplante Friedwald entstehen. 

Grünes Licht für Projekt im Zeller Forst

Bestattungen im Friedwald

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Einen großen Schritt vorwärts hat das Projekt der Familie von Schilcher gemacht, einen sogenannten Bestattungswald oder Friedwald im Zeller Forst einzurichten. Der Dietramszeller Gemeinderat billigte den Planungsvorschlag zum zu erstellenden Bebauungsplan in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. 

Dietramszell – Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die notwendigen Maßnahmen zur frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung einzuleiten.

„Wenn’s gut läuft, dann ist das Ganze in einem Jahr durch“, sagte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier. Da der Wald ja auch fortan ein Wald bleibe, sei keine Änderung des Flächen-Nutzungsplans notwendig, erklärte Diplom-Ingenieur Sebastian Neudecker vom Planungsverband äußerer Wirtschaftsraum München. Sämtliche Flächen bleiben unversiegelt und größere bauliche Anlagen sind ausgeschlossen. Damit kann das zumeist langwierige Verfahren einer Änderung des Flächen-Nutzungsplans übergangen und zum Bebauungsplan übergegangen werden.

Rund 40 Hektar umfasst das sichelförmige Waldstück nordöstlich des Waldweihers, in dem künftig naturnahe Bestattungen möglich sein sollen. In dem bislang einzigen Friedwald südlich der Landeshauptstadt München kann man sich dann einen bestimmten Baum aussuchen, in dessen Wurzeln die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen beigesetzt werden. Lediglich einen Namenstafel an dem Baum erinnert an den Toten, alle anderen Markierungen oder Grabschmuck aller Art sind nicht gestattet.

An „baulichen Maßnahmen“ sind für den Dietramszeller Bestattungswald lediglich ein zusätzlicher Parkplatz an der Einfahrt, eine maximal 300 Quadratmeter große Andachtsfläche, ein hölzerner, überdachter Unterstand und eine holzverkleidete Trockentoilette vorgesehen. Dazu kommen noch einige Hinweisschilder.

„Nun können wir mit dem noch zu gründenden Unternehmen der Familie Schilcher einen sogenannten städtebaulichen Vertrag abschließen“, so Gröbmaier. Hierin wird in erster Linie geregelt, dass alle anfallenden Verfahrenskosten vom Antragsteller übernommen werden, ohne eine Gewähr, dass das geplante Projekt auch zum Erfolg führt.

Das Ratsgremium konnte sich mit den Vorschlägen des Planers anfreunden. Uschi Disl wollte wissen, ob denn die Andachtsfläche vom Waldweiher aus einsehbar sei. Hier gab Neudecker Entwarnung. Alle Anlagen des Bestattungswalds seien so platziert, dass weder Badebetrieb noch Fischerei etwas mitbekommen würden.

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