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Großprojekt im Norden Ascholdings: Bereits im Bau befindet sich auf dem Areal der neue Edeka-Supermarkt von Kaspar März-Kastenmüller. 

Architekt hat schlechte Nachrichten für den Gemeinderat

Darum wird der neue Kindergarten teurer als geplant

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Der neue Kindergarten in Ascholding wird um 400.000 Euro teuer als geplant. Vor allem die Haustechnik schlägt zu Buche. 

Dietramszell – Eine böse Überraschung erwartete den Zeller Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend, als Architekt Ludwig Hölzl erklärte: „Bei der Haustechnik für den neuen Ascholdinger Kindergarten hat sich bei der Kostenberechnung ein Ausreißer ergeben. Selbst für mich absolut unverständlich.“ Im Klartext: Nach den aktuell vorliegenden Zahlen würden zu der geschätzten gesamten Investitionssumme von rund 1,836 Millionen Euro alleine für die Haustechnik noch einmal etwa 400 000 Euro dazukommen.

Hölzl hatte allerdings auch eine gute Nachricht: „Bei den Baumeistergewerken, also für den Rohbau, die Zimmerer- und Dachdecker-/Spengler-Arbeiten sowie für das Gerüst liegen wir bei der Berechnung unglaublich exakt bei den Summen der ursprünglichen Schätzung.“ Dennoch ist Bürgermeisterin Leni Gröbmaier vorsichtig: „Schauen wir erst einmal, was wir nach der Ausschreibung für Angebote hereinbekommen. Auch da sind noch böse Überraschungen möglich.“

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Insgesamt wird der geplante Ausschreibungstermin Ende des Jahres als eher günstig eingestuft. „Da sind viele Firmen auf der Suche nach Aufträgen fürs neue Jahr“, führte Hölzl aus. Bekanntlich soll bei dem geplanten Großprojekt am nördlichen Ortsrand von Ascholding auf 1,3 Hektar Fläche einiges entstehen. Bereits im Bau befindet sich dort der geplante Edeka-Supermarkt von Kaspar März-Kastenmüller. Anschließend sollen dort in einem Baukörper ein Nebengebäude für Arztpraxen und Apotheke sowie der neue Ascholdinger Kindergarten entstehen. Das „Nebengebäude“ will der Supermarkt-Betreiber bauen lassen, den Kindergarten die Gemeinde Dietramszell. Letzterer wird eine Nutzfläche von 455 Quadratmeter umfassen, wobei das Dachgeschoss vorerst nicht ausgebaut wird. Zudem soll das ganze Gebäude teilunterkellert werden. „Qualitativ ein Gebäude nach mittlerem Standard“, wie Hölzl dem Rats-Gremium versicherte.

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In der aktuellen Hochkonjunktur auf dem Bausektor sei die Preisexplosion für die Haustechnik begründet, vermutete der Architekt. So sei es durchaus nicht einfach, eine Firma zu finden, die den Auftrag tatsächlich will und nicht nur der Form halber ein Angebot mit Fantasiezahlen abgebe. Um den Preis noch drücken zu können, müsse man eben eine echt interessierte Firma finden.

Dem Einwand einiger Gemeinderäte, dass man doch bei der Ausschreibung die heimischen Betriebe von gleich gegenüber der Staatsstraße bevorzugen sollte, erteilte Hölzl gleich eine Absage: „So etwas geht bei einer öffentlichen Ausschreibung nicht. Bei der Größe des Projekts kann sich auch eine Firma aus Portugal bewerben. Ich muss dann das wirtschaftlichste Angebot nehmen. Sonst handeln wir uns nur Ärger ein.“ Allerdings räumte er ein, dass es gewisse Möglichkeiten gebe, gerade in Sachen Gewährleistung und vor allem mit Nachfolge-Wartungs-Verträgen überörtliche Firmen auszuschließen.

Insgesamt bleibt es bei der Kostenentwicklung für den anvisierten Kindergarten-Neubau spannend. Übrigens: In jedem Fall kommen zu den 1,826 Millionen noch die so genannten „Baunebenkosten“ hinzu. Dazu zählen die Honorare von Architekten, Statikern und Gutachter. Hölzl: „Hier sind 18 bis 20 Prozent der exakten Baukosten üblich.“

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