Das „Geburtstagskind“ bildete den imposanten Hintergrund für die Feldmesse zu Ehren der Leonhardikirche. Foto: xb
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Das Geburtstagskind, die Leonhardikirche, bildete den imposanten Hintergrund für die Feldmesse.

Statt Pferdewallfahrt im Juli

Dietramszeller feiern zehnjährige Sanierung der Leonhardikirche

  • vonMax Bachmair
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Genau zehn Jahre ist es her, dass die Dietramszeller in einer Gemeinschaftsleistung ihre Leonhardikirche sanierten. Das wurde jetzt gefeiert.

Dietramszell – Die traditionelle Pferdewallfahrt im Juli war zwar, wie so vieles andere in diesem Jahr, der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Von einer Jubiläumsfeier „10 Jahre Fertigstellung der Leonhardikirchen-Renovierung“ ließen sich die Dietramszeller aber auch von dem Virus nicht abhalten. Sie trotzten ihm und feierten zum Patrozinium des Roßheiligen am Sonntag unter fast wolkenlosem Himmel einen bestens vorbereiteten und makellos organisierten Feldgottesdienst.

Obwohl etliche hundert Dietramszeller jeden Alters sowie darüber hinaus auch viele Brauchtumsfreunde aus der Umgebung daran teilnehmen, gab es auf der großzügig bestuhlten weitläufigen Grünfläche zwischen Gotteshaus und Sportlerheim keinerlei Probleme mit dem Abstandhalten. Zelebrant Pater Bimo und seine beiden Messdiener trugen, wenn nötig, Mund-Nasen-Bedeckung. Die Dietramszeller Bläser waren ohnehin mehr als ausreichend von ihren andächtigen Zuhörern entfernt.

Auf die besonderen Umstände, denen der Gottesdienst unterlag, kam natürlich auch der Priester in seiner Predigt zu sprechen. Der Pater ging ebenfalls auf Leben und Wirken Sankt Leonhards ein und erinnerte an den Wandel des einst in Frankreich verehrten „Patrons der Gefangenen“ zu dem vor allem in Bayern verehrten „Roßheiligen mit der Kette als Symbol“.

Segensreiches Wirken in der Kirche

Von diesem Brauchtum profitiert natürlich die Dietramszeller Wallfahrtskirche, hinter deren seit nun genau zehn Jahren renovierten Mauern reges „segensreiches Wirken“ stattfinde, wie Pfarrverbandsrätin Christine Lindmeyr dankbar sagte. Immerhin seien in dieser Zeit – neben vielen anderen erfreulichen Ereignissen – in der Kirche 141 Kinder getauft und nicht weniger als 322 Hochzeitspaare getraut worden.

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In Erinnerung daran und als kleinen Dank an alle, „die heute mit uns hier gefeiert haben“, lud Leonhardivereins-Vorsitzende Michaela Hainz nach dem Schlusssegen durch Pater Bimo und dem gemeinsam gesungenen „Leonhardi-Lied“ alle Teilnehmer an dieser denkwürdigen Messe zu einem kleinen Schnapserl ein – das coronagerecht in essbaren Stamperln aus Waffelteig kredenzt wurde.

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