Hundetoilette in Wallgau
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Ab mit dem Beutel in den Abfalleimer: Hundetoiletten soll es künftig auch in Dietramszell geben. Foto: Archiv

Gemeinderat beschließt den Kauf von 13 Hundetoiletten

Dietramszell beschließt Kauf von 13 Hundetoiletten

  • vonRudi Stallein
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Immer wieder gab es Vorstöße. Jetzt hat der Dietramszeller Gemeinderat die Anschaffung mehrerer Hundetoiletten beschlossen.

Dietramszell – Um Wege und Wiesen von den Hinterlassenschaften durch die Landschaft spazierender Vierbeiner zu entlasten, will die Gemeinde Dietramszell künftig Hundetoiletten aufstellen. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat bei einer Gegenstimme in seiner Sitzung am Dienstagabend.

Geredet wird davon schon länger. Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. „Es wäre sinnvoll, die Toiletten noch in diesem Jahr anzuschaffen“, sagte Bürgermeister Josef Hauser. Dann käme man in den Genuss der reduzierten Mehrwertsteuer von 16 Prozent. Der Vorschlag der Verwaltung sieht zunächst 13 Standorte für die Behälter vor, in denen Hundebesitzer die tierischen Hinterlassenschaften entsorgen sollen. Sie sind über alle Gemeindeteile verteilt.

Die Hundebesitzer in der Gemeinde werden immer mehr

„Wir sollten das angehen, die Hundebesitzer werden auch immer mehr“, sprach sich Ingrid Grimm für die Anschaffung aus. „Ich finde das gut für die Landwirte“, pflichtete Florian Heuschneider bei. Die Gemeinde erziele jährlich 17 000 bis 18 000 Euro Hundesteuereinnahmen, die könnten durchaus mal in die Toiletten investiert werden. Thomas Bachmeier glaubt, dass die Summe nicht ausreiche. „Da kommen 20 000 bis 25 000 Euro pro Jahr auf uns zu“, fürchtet er und gibt zu bedenken: „Wer entsorgt das dann? Wie wickelt man das ab? Man kann nicht einfach sagen: Der Bauhof macht das mit.“

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Dieses Problem sei im Rathaus bereits diskutiert worden, sagte Bürgermeister Hauser. Eine Möglichkeit: Man sucht jemanden, dem man gegebenenfalls ein Auto zur Verfügung stellt, und der die komplette Runde abfährt, die Fäkalien einsammelt und sie entweder zum Bauhof bringt oder sie gleich in Quarzbichl abliefert. Da komme ordentlich was zusammen: Von 15 Kilogramm pro Tag, die „in den Feldern rumliegen“, war die Rede. Jakob Pertold war damit „nicht ganz glücklich“. Er befürchtet: „Wenn einer ein, zwei Mal die Woche die Runde fährt, entstehen ganz schöne Kosten.“

Jeder zweite Hund kostet ab sofort 120 statt 60 Euro

Der Vorschlag des Rathauschefs lautete schließlich: Der Bauhof übernimmt zunächst die Entsorgung, um Erfahrungen zu sammeln. Darüber wird das eine oder andere Mal diskutiert werden, bevor die Toiletten stehen.

Des Weiteren beschloss der Gemeinderat eine Änderung der Hundesteuersatzung. Bisher zahlen Hundehalter 60 Euro pro Tier, für einen Kampfhund 600 Euro. Künftig gilt: Der erste Hund kostet 60 Euro, für jeden weiteren Hund werden 120 Euro fällig.

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