Der Klostervorplatz in Dietramszell
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Keine Augenweide: Über die Gestaltung des Klostervorplatzes wurde im Gemeinderat erneut intensiv diskutiert.

Rat erzielt kleinen Fortschritt in der Debatte

Mehr Fläche - keine Treppen zum Sitzen: Fortschritte bei der Dorferneuerung

  • VonEwald Scheitterer
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Auch kleine Schritte führen irgendwann zum Ziel: Der Klostervorplatz in Dietramszell soll neu gestaltet werden. Nun gibt es Fortschritte.

Dietramszell – Einen kleinen Schritt weiter kam der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag mit der geplanten Neugestaltung des Klostervorplatzes im Rahmen des Projekts Dorferneuerung. Da beim letzten Treffen des Gremiums die ursprüngliche Variante des mit der Werksplanung beauftragten Architekten Rainer Heinz verworfen worden war, stellte dieser nun Skizzen verschiedener Gestaltungsmöglichkeiten vor.

Auch hatte Gemeinderat Hubert Kanzler (Freie Wähler) selbst einen zusätzlichen Vorschlag erarbeitet: „Meine Idee basiert grundsätzlich darauf, dass man dort noch durchfahren und auch vernünftig Schneeräumen kann.“

Die Crux an der Situation ist zum einen, das Gefälle des Vorplatzes, zum anderen die verschiedenen Wünsche der Ratsmitglieder unter einen Hut zu bringen. Auch die vorgesehene Treppenanlage mit einer Stufenhöhe zum Sitzen oder lediglich zum Begehen machte die Sache nicht einfacher. So entspann sich eine lange intensive Diskussion, in der die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten detailliert beleuchtet wurden. Die CSU-Fraktion zog sich vor der Abstimmung sogar zur Beratung zurück, um auf eine gemeinsame Linie zu kommen.

Kürzere Stufen lösen die Diskussion

Letztlich einigte sich der Gemeinderat mit 18:2 Stimmen auf die ursprüngliche Planung – allerdings mit um zwei Meter eingekürzten Stufen. „Damit bekommen wir mehr Fläche zwischen Klostermauer und Treppe“, erklärte Bürgermeister Josef Hauser (Freie Wähler). Zudem würde dabei auch die Zufahrt erleichtert, „egal, ob es sich um Hochzeitsautos, Leonhardi-Kutschen oder Schneeräumfahrzeuge handelt.“ Des Weiteren soll die Treppenanlage in mehrere Stufenteile aufgeteilt werden, jeweils von einer ebenen Fläche unterbrochen. Und schließlich werden die Stufen selbst lediglich zum Begehen und nicht als Sitzgelegenheit gestaltet.

Planung hängt auch von Staatsstraße ab

Der Rathauschef betonte aber auch, dass die Ausführung der gemeindlichen Planungen auch für den Klostervorplatz vom Sanierungsfortschritt der Staatsstraße 2368 im kommenden Jahr durch das Staatliche Bauamt Weilheim abhänge. Auch wenn man noch auf einen endgültigen Bescheid warte, so sei ihm von der Straßenbehörde bereits signalisiert worden, dass sie finanziell stark eingeschränkt sei und deshalb der Bauabschnitt für 2022 nicht so groß wird, wie ursprünglich vorgesehen: „Da dürfen wir froh sein, wenn die Straßenbauer, aus Richtung Schönegg gesehen, wenigstens bis zum Abzweig nach Holzkirchen kommen werden.“

Letztlich wurde der Architekt noch beauftragt, die Werksplanung der beschlossenen Variante der Treppenanlage detailliert auszuarbeiten, um sie in der September-Sitzung des Gemeinderats dann vorzustellen.  esc

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