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In der Montessori-Schule im Dietramszeller Kloster wurden 29 Absolventen gebührend verabschiedet. 

Bei der Abschlussfeier der Neunt- und Zehntklässler

Montessori-Absolventen gedenken ihres verstorbenen Rektors

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Die Abschlussfeier in der Montessori-Schule stand unter besonderen Vorzeichen: Rektor Michael Rettinger war kürzlich verstorben. Man gedachte seiner mit Dankbarkeit. 

DietramszellDas vergangene Schuljahr war für die Dietramszeller Montessori-Schule durch einen schweren Verlust geprägt: den plötzlichen Tod des langjährigen Rektors Dr. Michael Rettinger. Viele der 29 Neunt- und Zehntklässler, die am Freitag ihre Abschlusszeugnisse erhielten, hatte er vom ersten Tag ihrer Schullaufbahn an begleitet. „Wir stehen quasi auf seinen Schultern, und darauf können wir stolz sein“, sagte die Schülerin Theresa Hinum in ihrer Rede.

Gelobt wurden aber auch das neue Schulleitungsteam, Gero Jaegers und Gesine Prox, sowie das Lehrerkollegium. „Mit Ihrem außerordentlichen Engagement haben Sie die entstandene Lücke mehr als kompensiert“, erklärte Matthias Eirich, Vorstandsmitglied des Trägervereins. Elternbeirat Clemens Büntig würdigte die Lernumgebung der Schule, die „den Schülern in anregender Freiheit die Möglichkeit gibt wahrzunehmen, wo die eigenen Interessen liegen und wofür es sich einzusetzen lohnt.“

Schullaufbahn mit großem Erfolg gemeistert

M-Zweig-Absolvent Urban von Huene sah allerdings auch Schattenseiten des Schulkonzepts: In der siebten und achten Jahrgangsstufe, in der die Jugendlichen nach Maria Montessoris Erdkinderplan vor allem praktisch lernen und ihre Persönlichkeit entwickeln sollen, sei der Schulstoff zu kurz gekommen: „Das war zwar eine coole Zeit. Aber im Nachhinein hätten wir lieber mehr Schulisches gelernt, als danach in der neunten Klasse drei Jahre in einem durchzunehmen.“

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Geschafft haben sie es dann doch: Unabhängig vom Notendurchschnitt haben alle Absolventen ihre Schullaufbahn mit großem Erfolg gemeistert, betonte Eirich. Denn: Erfolgreich sein bedeute, sich Herausforderungen zu stellen, sein Bestes zu geben, und nach Niederlagen immer wieder neuen Mut zum Weitermachen zu finden. Aus der Schule ins Leben entlassen wurden nach Jaegers Worten „29 starke Persönlichkeiten, die mit Sicherheit ihren Weg gehen werden.“

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Zur Zeugnisübergabe formulierten die Lehrerinnen der Oberstufe für jeden Einzelnen einige persönliche Sätze, die an Ereignisse der vergangenen Jahre erinnerten und positive Charakterzüge hervorhoben. Nicht nur die stolzen Eltern, auch manch einer der Angesprochenen wischte sich dabei verlegen ein paar Tränen aus den Augenwinkeln. 

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