Der Klostervorplatz in Dietramszell.
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Der Klostervorplatz soll 2022 erneuert werden.

Förderung nur bis Ende 2023 möglich – Rat will kein Risiko eingehen

Dietramszell: Neuer Fahrplan für die Dorferneuerung

  • Clara Wildenrath
    vonClara Wildenrath
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Der Zeitplan für die Dorferneuerung soll nun doch wieder gestrafft werden, um zugesagte Fördergelder nicht zu verlieren. Darauf einigten sich die Dietramszeller Gemeinderäte.

Dietramszell – Weil die Kommune sparen muss, hatte Bürgermeister Josef Hauser vorgeschlagen, einen Teil der geplanten Maßnahmen in das Jahr 2024 zu verlegen. Für 2023 war eine Baupause vorgesehen. Auch im neugegründeten Arbeitskreis Dorferneuerung fand dieses Vorgehen Zustimmung. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), das für die Vergabe der staatlichen Zuschüsse zuständig ist, stellte auf Anfrage jedoch klar: Die bereits zugesagte Förderung gilt nur bis 1. Dezember 2023. Für den letzten Bauabschnitt, der insbesondere den Rathausumgriff und die Gestaltung des Geschichtspfades über die Angerwiese umfasst, müsste ein neuer Antrag gestellt werden. Über die Förderhöhe werde dann neu entschieden.

„65 Prozent Förderung bekommen wir nie wieder“, fürchtete Thomas Bachmeier (CSU). Auch das ALE hatte deutlich gemacht, dass dies angesichts der geänderten Finanzlage unwahrscheinlich wäre. Ludwig Gröbmaier (CSU) forderte: „Wir müssen den Zeitplan ändern oder Verlängerung beantragen.“ Letzteres, da waren sich die Räte weitgehend einig, habe wenig Aussicht auf Erfolg. Denn das ALE hatte die Bitte um eine Förderung bis Ende 2025 ja bereits abgelehnt.

Nach längerer Diskussion stimmte das Gremium schließlich dem Antrag von Michael Häsch (CSU) zu, die Baumaßnahmen am Richteranger bereits für 2023 einzuplanen. Damit keine Zuschüsse verlorengehen, soll sich der Arbeitskreis Dorferneuerung noch einmal mit der Feinabstimmung beschäftigen. So sieht der aktuelle Zeitplan für die Dorferneuerung aus:
• 2021 führt die Gemeinde aufgrund der schwierigen Haushaltslage keine eigenen Baumaßnahmen durch. Das Staatliche Bauamt Weilheim will aber das Regenrückhaltebecken unter dem Schulparkplatz und den neuen Durchlass unter der Tölzer Straße bauen.
• 2022 erfolgt die Sanierung der Ortsdurchfahrt durch das Straßenbauamt. Im Zuge dessen will die Gemeinde den Klostervorplatz erneuern, den Wirtshausparkplatz und die Gehwege entlang der Straße pflastern und den Unterbau für den Geschichtspfad anlegen.
• 2023 soll der Bereich „Am Richteranger“ mit dem Rathausumgriff und der Fertigstellung des Geschichtspfads anschließen.  

cw

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