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Topmodern ausgerüstet: Die Dietramszeller Gemeinderäte haben am Dienstag erstmals mit den neuen Tablets gearbeitet. Nicht jeder war mit den neuen Arbeitsgeräten vertraut. Man half sich gegenseitig, so gut es ging.

Tablets für die Volksvertreter

Gemeinderäte gehen online

Dietramszell – Nach den Eglinger Gemeinderäten haben jetzt auch die Dietramszeller Volksvertreter Tablets erhalten. Gewisse Startschwierigkeiten waren aber nicht zu vermeiden.

Auch im ländlichen Dietramszell schreitet die Digitalisierung voran: Statt in Papierstapeln zu blättern, klicken sich die Gemeinderäte ab sofort auf Tablet-Computern durch die Sitzungsunterlagen. Über 25 000 DIN-A4-Seiten – umgerechnet 140 Kilogramm Papier – will die Gemeinde dadurch jähhrlich einsparen. Die Anschaffungskosten von rund 10 000 Euro für die 21 Tablets sollen sich in fünf Jahren amortisieren, wie Anton Karl (Freie Wähler) vom Rechnungsprüfungsausschuss vorrechnete: „Zusammen mit den Kosten für den Verteilzyklus der Unterlagen durch den Gemeindeboten kommen wir auf eine jährliche Einsparung von 2100 Euro.“

Gewisse Startschwierigkeiten gibt es allerdings noch.

Gewisse Startschwierigkeiten gibt es allerdings noch. Der Umgang mit Tablet und mobilem Internet ist nicht jedem Gemeinderat vertraut. Eine Einweisung hatte das Gremium bereits beim letzten Treffen erhalten. Beim ersten offiziellen Einsatz des neuen Arbeitsgeräts am Dienstagabend tauchten dennoch viele Fragen auf: „Wo kann ich meine Notizen reinschreiben?“ und „Wie komme ich an die Tastatur?“ Die Räte halfen sich gegenseitig, und mit ein bisschen Herumprobieren waren die meisten Probleme schnell gelöst.

Auch beim elektronischen Sitzungssystem „allris-net“ könnten durchaus ab und zu Fehler auftreten, erklärt Bürgermeisterin Leni Gröbmaier. So finden die Räte die Niederschriften der beiden jüngsten Sitzungen nicht wie angekündigt im System. Deren Genehmigung muss deshalb aufs nächste Treffen verschoben werden. Doch, wie Uschi Disl sen. (CSU) treffend anmerkte: „Meistens liegt der Fehler zwischen Stuhl und Tablet.“

„Meistens liegt der Fehler zwischen Stuhl und Tablet.“

Eine zusätzliche SIM-Karte zum mobilen Surfen stellt die Gemeinde nicht zur Verfügung. Die Räte sind daher auf ein WLAN-Netz angewiesen. Im Rathaus und im Sitzungssaal im Feuerwehrhaus Humbach ist das vorhanden. Zu Hause müssen sie selbst dafür sorgen, dass sie online gehen und die Sitzungsunterlagen lesen können.

von Clara Wildenrath

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