Eine Option für nächstes Jahr: Statt ein großes Fest auszurichten, will der Trachtenverein Humbach zum 75-jährigen Jubiläum ein Almdorf wie zum Freilichttheater 2016 aufstellen. Damals entstand dieses Foto, unter anderem mit dem Vorsitzenden Gerhard Schwaiger (vorne li.).
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Eine Option für nächstes Jahr: Statt ein großes Fest auszurichten, will der Trachtenverein Humbach zum 75-jährigen Jubiläum ein Almdorf wie zum Freilichttheater 2016 aufstellen. Damals entstand dieses Foto, unter anderem mit dem Vorsitzenden Gerhard Schwaiger (vorne li.).

Statt des 75. Gründungsfests wird erst das 80-Jährige gefeiert

Trachtenverein Humbach: Jubiläum wird um fünf Jahre verschoben

  • Clara Wildenrath
    vonClara Wildenrath
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Die Vorbereitungen liefen bereits für das 75-jährige Jubiläum 2021. Aber mit Corona kam alles anders. Jetzt hat der Trachtenverein Humbach das große Fest verschoben.

Humbach – Das große Zelt für 1500 Personen war bestellt, die Planungen für das 75-jährige Jubiläum im nächsten Jahr liefen bereits. Im Juli kam die Hiobsbotschaft: „Der Zeltverleih hat sämtliche Zelte für 2021 abgesagt“, berichtet Gerhard Schwaiger, Vorsitzender des Heimat- und Volkstrachtenvereins Humbach. Er vermutet, dass der Betrieb infolge der Corona-Einschränkungen in Schwierigkeiten geraten ist.

Was tun? Ein anderes Zelt für das Trachtlerfest im Juni zu organisieren, erwies sich als schwierig. „Und realistisch betrachtet, müssen wir davon ausgehen, dass Mitte nächsten Jahres auch noch keine großen Feste stattfinden können“, sagt Schwaiger. Aber das Gründungsjubiläum erst mit einem Jahr Verspätung zu begehen, war ebenfalls keine Option. Stattdessen beschloss der Vereinsvorstand, das geplante Großereignis mit den Nachbarvereinen und der Gaugruppe Jasberg gleich um fünf Jahre zu verschieben – und 2026 dann das 80-jährige Jubiläum im würdigen Rahmen zu feiern.

So ganz begraben will der Festausschuss den großen Geburtstag im nächsten Jahr aber trotzdem nicht. Schwaiger hofft, dass zumindest eine „abgespeckte“ Feier im kleinen Kreis möglich ist. „Das entscheiden wir dann kurzfristig“, betont der Vereinsvorsitzende. „Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt.“ Ideen gibt es schon: „Wir würden gerne an unser Freilichttheater vor vier Jahren anknüpfen und ein kleines Almdorf auf die Beine stellen. Und einfach in gemütlicher Atmosphäre ein bisschen feiern, mit Biergarten, Musik, Plattlern und Tanz.“ Auch einen kleinen Theaterstadl könnte es dort dann geben.

Alle zwei Jahre führt der Verein normalerweise ein Stück auf. Dieses Jahr im März wäre es wieder soweit gewesen: „Tango zum Leichenschmaus“ stand auf dem Programm. Die Bühne war bereits aufgebaut, die Proben liefen, erzählt Schwaiger: „Aber dann kam Corona.“ Die Premiere wurde auf das erste Adventswochenende verschoben – erst einmal. Doch mit Abstandsregeln und Masken ein Stück einüben? „Das wäre ein großer Aufwand gewesen.“ Und wenn sich einer der Schauspieler mit dem Coronavirus infiziert hätte, wäre wieder alles ins Wasser gefallen.

Also beschloss die Truppe bereits im Oktober, die Aufführung noch einmal zu verschieben – „auf einen Zeitpunkt, wenn der Spuk vorbei ist.“ Vielleicht Ende 2021, schätzt Schwaiger, vielleicht aber auch erst 2022. Zumindest ein kleines Theaterstück, so hofft er, könnte aber bereits nächstes Jahr zum 75. Geburtstag des Vereins im Almdorf zu sehen sein.

cw

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