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Nach zehn Jahre n Pause gibt es einen neuen Band der Dietramszeller Ortschronik. Das Buch stellten (v. li.) Autorin Agnes Wagner, der Vorsitzende des Kulturvereins Dietramszell, Erno Vroonen, und Autorin Barbara Regul vor.  

Dietramszeller Ortschronik

Ein eigenes Buch über das Bachzeilendorf

Die Dietramszeller Ortschronik hat einen neuen Band. Im Mittelpunkt steht die Altgemeinde Ascholding. Sie hat sich aus dem sogenannten Bachzeilendorf entwickelt.

Ascholding – Nach zehn Jahren Pause hat der Kulturverein Dietramszell den vierten Band der Dietramszeller Chroniken veröffentlicht. Auf rund 320 Seiten geht es um die Altgemeinde Ascholding: um die Anfänge des sogenannten Bachzeilendorfs und die ersten Höfe, um den bedeutenden archäologischen Fund einer Frauenleiche unter einem Haus im Jahr 2000, um altes Handwerk und Gewerbe, die alteingesessenen Familien, um die Ankunft der Heimatvertriebenen sowie – als Schlusskapitel – um das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Zahlreiche Bürger halfen

Federführend geleitet hat das Projekt Anna Wondrak. Autoren waren wie bei den ersten Bänden die Gemeindearchivarin Agnes Wagner und die Hobbyhistorikerin Barbara Regul. Unterstützt wurden die beiden Frauen von Dr. Michael Holzmann und Hans-Peter-Volpert, die ihre Forschungen zur Vor- und Frühgeschichte der Region zur Verfügung stellten. Zahlreiche Bürger halfen dem Team mit historischen Fotos und Dokumenten. Lektorin Susanne Meinl und Layouterin Dörthe Bäumer brachten das Ganze schließlich in eine ansprechende Form.

„Wichtiges Nachschlagewerk“

In einer kleinen Feierstunde wurde das Werk am Samstagnachmittag im Gasthaus Lacherdinger der Presse präsentiert. Der Vorsitzende des Kulturvereins, Erno Vroonen, dankte vor allem den Autorinnen Wagner und Regul. Mit ihrem „großen Wissensschatz“ und ihrer Recherchearbeit hätten sie Band vier erst ermöglicht. Die Geschichte über die Altgemeinde Ascholding sei ein „wichtiges Nachschlagewerk“.

Agnes Wagner, seit 1998 Archivarin der Gemeinde Dietramszell, erzählte, wie sich die Chronikreihe entwickelt hat. Sie selbst sei im Ortsteil „Auf der Leiten“ aufgewachsen. Weil niemand etwas Genaues über den Weiler gewusst habe, habe sie über ihn recherchiert und einen Band dazu herausgebracht. „Damals war ich zum ersten Mal im Münchner Staatsarchiv. Das war ziemlich ernüchternd“, beschrieb sie die mühsame und langwierige Suche nach Informationen. Doch die heute 65-Jährige war auch angesteckt von dieser Art der gründlichen, historischen Recherche. Nicht ausgeschlossen, dass sie bald einen weiteren Band der Dietramszeller Chroniken anpacken wird.

Verkauf

Band IV der Dietramszeller Chronik ist für 30 Euro bei den örtlichen Banken und im Rathaus sowie auf den Christkindlmärkten in der Gemeinde erhältlich.

Tanja Lühr

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