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Geweihte Gebetsstationen: Pater Yuli erteilte dem Kreuzweg und der Lourdesgrotte am Sonntag den Segen. 

Pater Yuli weiht Gebetsstation

Ein magischer Ort: Hier steht die neue Lourdesgrotte

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Schon seit 20 Jahren gibt es in Obermühltal einen Kreuzweg, seit dem vergangenen Herbst auch eine Lourdesgrotte. Nun fand die feierliche Weihe durch Pater Yuli statt.

Dietramszell – Mit der Wünschelrute hat Herbert Disl vergangenen Sommer einen „magischen Punkt“ entdeckt – eine Stelle zwischen Eichen, an dem sich zwei unterirdische Flüsse kreuzen. Das muss der ideale Ort für eine Marienandacht sein, da war sich der 82-Jährige sicher. Und genau hier, am Rande einer Wiese am Krebsbergerl in Obermühltal, steht sie seit Ende Oktober: die Lourdesgrotte aus großen Tuffsteinen mit einem hölzernen Dachstuhl, geplant und aus regionalen Materialien liebevoll handgefertigt von dem Schönegger Bautechniker. Bei der Umsetzung geholfen haben ihm die Brüder Georg und Leonhard Kranz und deren Vetter Dietram.

Die etwa 1,20 Meter große Marienfigur stammt vermutlich aus der Dietramszeller Pfarrkirche. Sie wurde 2016 nach dem Auszug von Pfarrer Herbert Weingärtner in der Garage des Pfarrhauses entdeckt – völlig verdreckt und heruntergekommen. Inzwischen erstrahlt sie dank Disls Restaurierungskünsten in neuem Glanz. Den Betstuhl mit dem goldenen Strahlenkranz hat er aus Nussbaum-, Eichen- und Eschenholz gearbeitet.

Geweihte Gebetsstationen: Pater Yuli erteilte dem Kreuzweg und der Lourdesgrotte am Sonntag den Segen. 

Die Grotte ergänzt einen Kreuzweg, der in 15 Stationen den Leidensweg Christi nachzeichnet. Er besteht schon seit 20 Jahren. Auch er entstand auf Privatinitiative: Errichtet haben ihn Georg und Leonhard Kranz sowie ein „tiefgläubiger Katholik aus Osttirol“, der schon auf der ganzen Welt Kreuzwege geschaffen hat, aber nicht namentlich genannt werden möchte. Vor fünf Jahren haben die Brüder sämtliche Stationen renoviert. Fast täglich ist die ganze Familie damit beschäftigt, die Wiesenwege sauber zu halten, den Blumenschmuck zu erneuern und für allzeit brennende Kerzen in der Lourdesgrotte und am Passionskreuz zu sorgen. Der Kreuzweg steht zwar auf Privatgrund, ist aber öffentlich zugänglich, betont Georg Kranz. Bislang besuchten ihn hauptsächlich Familienangehörige.

Bei der festlichen Weihe durch Pater Yuli am vergangenen Wochenende herrschte jedoch großer Andrang. Rund 80 Gemeindemitglieder folgten dem Pfarrer betend auf dem Kreuzweg. Die aufwändig gearbeiteten Stationen mit den Gebetstafeln und die Lourdesgrotte fanden viele Bewunderer. Auch Pater Yuli freute sich über die „Bereicherung für die Gemeinde“, wie er sagte.

Für Georg Kranz selbst sind sein tiefer Glaube und seine Gottverbundenheit der Antrieb, so viel Arbeit, Geld und Zeit in sein Herzensprojekt zu stecken. Seine Hoffnung: Der Kreuzweg soll „die Menschen zum Gebet zurückbringen, damit sie Gott und dem Sinn des Lebens näherkommen“. Der Marienmonat Mai eigne sich dafür besonders gut.

cw

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