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„Vom Lieben und Sterben“: Uli Mauk (Mi.) und ihre Mitmusiker Johanna Mauk (li.) und Leonhard Schwarz unterhielten das Publikum im Heuck-Haus mit schrägen, witzigen und melancholischen Liedern.

Beuerberger Liedermacherin stellt CD vor

Mit Uli Mauk im Wohnzimmer

Einöd/Dietramszell – "Vom Lieben und Sterben" heißt die erste CD der Beuerberger Liedermacherin Uli Mauk. Diese präsentierte sie im ehemaligen Heuck-Haus. Das Publikum war begeistert.

Nach gefühlten „50 Jahren Tragezeit und unvergesslichen Presswehen“ stellte die Beuerberger Liedermacherin Uli Mauk unterhaltsam erzählend und nicht ohne Stolz am Samstag ihre erste eigene CD „Vom Lieben und Sterben“ im ehemaligen Heuck-Haus vor. Das ehemalige Wohnzimmer der 2014 verstorbenen Kinderbuchautorin war rappelvoll als Uli Mauk, Johanna Mauk und Leonhard Schwarz, ganz ohne Verstärker und Mikrofone, diesen Abend mit dem eindringlichen melancholischen Lied von Georg Danzer „In Deine Arm‘“ begannen. Bis auf das Stück „Scheena Dog“ sind Musik und Texte der elf Lieder des Albums ausnahmslos aus der Feder der Beuerberger Künstlerin. Und das – mehrheitlich weibliche – Publikum war sehr gespannt.

Gekonnt spannte Uli Mauk zunächst einen Bogen vom einkehrenden Herbst mit der gleichzeitig wachsenden „Sehnsucht nach dem Süden“, von der „grünen Wiese“ unter der immer scheinenden Sonne bis zum „roten Wein“, der das Leben abrundet. Und was das Lieben und Sterben anbelangte, war die Reihenfolge eh’ klar: Erst kommt „das Lieben und dann das Sterben“.

Liebe und Tod blieben den ganzen Abend über in der Musik und Moderation dicht beieinander. Teils zwei- oder dreistimmig besang Mauk hintereinander die Moritat vom „berstenden Gartenzwerg“ und seiner wunderbaren Vermehrung sowie vom sehnsuchtsvollen „Klärwerker“ mit seiner „unerfüllten Liebe bis in den Tod“. Nur beim ersten Hinhören standen harmonischer mehrstimmiger Gesang vor den akustischen Gitarren mit Bratschenbegleitung und Kontrabass manchmal leicht schräg bei- und nebeneinander, um bei den Zuhörern zuerst besondere Aufmerksamkeit und schließlich wohlige Auflösung zu bewirken.

Ausgestattet mit Mundwerk, Gitarre, Witz, Charme und einer gehörigen Portion Weiblichkeit führte Mauk, unterstützt von ihrem „Geigenkind“ Johanna und dem „wunderbaren Herrn Schwarz“, durch diesen besonderen Abend. Zu den reichlich vorhandenen Instrumenten kam nach der Pause noch eine „Bontempi“-Orgel sowie das besondere kabarettistische Talent von Uli Mauk zum Vorschein. Etwa in ihrer unglaublich erheiternden Schilderung, wie sie als allein erziehende Mutter, etwas abgelegen mit den Kindern wohnend und entgegen einer ursprünglichen Abmachung, den Sohn Paul dann mitten in der Nacht doch noch von einer Party holen musste. Schon müde und im „XXL-Pyjama“ mit schrillen Streifen und überlangen Beinen schmiss sie sich ins Auto, wurde von der Polizei aufgehalten, musste den Sohn zwischen den Wohnhäusern suchen und trug so ungewollt ihr persönliches, etwas schräges Nachtgewand mehr als beabsichtigt durch die Stadt.

Das Publikum lachte sich in Verzückung. Überhaupt kam neben der besonderen Musik, den ungewöhnlichen Texten und den wunderbar anpassungsfähigen Mitmusikern vor allem die unterhaltsame Souveränität der Uli Mauk zum Vorschein. Ein wunderbarer Abend – und in der Tat (fast) zum Sterben schön.

von Assunta Tammelleo

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