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Die sechs freundlichen, älteren Herren der „F.A.M.O.U.S.“-Jazzband spielten bei der Jazz-Soiree am Sonntagnachmittag Swingklassiker.

Wochenend’ und Sonnenschein

„F.A.M.O.U.S.“-Jazzband lässt Einöd entspannt swingen

Dietramszell – Viele Besucher waren der Einladung zur Jazz-Soirée mit der Dietramszeller „F.A.M.O.U.S-Jazzband“ gefolgt.

Es war Sonntag, und Barbara Holzmayr, die Besitzerin der Grabenmühle hinter Einöd, strahlte. Unter quer gestreiften Sonnenschirmen, roten Sonnensegeln, auf der gemütlichen Hausbank und auch im Kanu auf dem Weiher saßen fast 60 Gäste in geradezu traumhafter Kulisse bei ebenso traumhaftem Wetter. Sie waren der Einladung zur Jazz-Soirée mit der Dietramszeller „F.A.M.O.U.S-Jazzband“ gefolgt und genossen den wunderbaren Garten, tanzende blaue Libellen über grünem Gras, hausgemachten Kaffee und Kuchen und die luftig locker swingende Band um den Dietramszeller Walter Schäl.

Die Band: Das sind sechs freundliche, ältere Herren, darunter zwei Amerikaner und ein Aushilfsgitarrist aus Burghausen, die sich mit großer Spielfreude den echten Swing-Klassikern verschrieben haben. Mit Gitarre, Trompete, Klarinette, Kontrabass und Schlagzeug, mehrfach unterstützt am Gesang durch Bandleader Schäls blutjunge Nichte Carina, unterhielten sie ihr nicht mehr ganz junges Publikum auf gelungene Weise in diesem besonderen Ambiente. Zu ihrem anspruchsvollen musikalischen Programm gehören die Jazz-Klassiker „I can’t give you anything but love“ ebenso wie „My blue heaven“ und Herbie Hancocks unverwüstlicher „Watermelon man“.

„Die F.A.M.O.U.S Jazzband ist eine Familienband, die wir aus einer Laune heraus 2007 gegründet haben“, so Walter Schäl. Inzwischen ist das ein oder andere Familienmitglied weggezogen, die wurden dann „durch Beinahe-Familien-Mitglieder und gute Freunde ersetzt“, so Schäl schmunzelnd. Und man scheut auch keinen weiten Weg. In die Grabenmühle kamen die Bandmitglieder nicht nur aus Burghausen zur Aushilfe, sondern auch aus Dietramszell, Pfaffenhofen/Ilm und Zorneding. Das Anliegen der Band ist, sich mit ihrer Musik, die sie so gerne und so gut spielt, für soziale Zwecke einzusetzen. „Wir spielen nicht für Geld, sondern für die Leut‘“, sagt Schäl, der sich in seiner Freizeit außerdem ehrenamtlich für psychisch kranke Menschen einsetzt. Der über den Weiher hallende Applaus des begeisterten Publikums und der besondere Veranstaltungsort beeindruckten die Band gleichermaßen.

„Wir kommen jederzeit gerne wieder“ versprachen die Musiker. Worüber sich nicht nur Barbara Holzmayr sehr freute.

von Assunta Tammelleo

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