Lesestoff: Ein Bücherschrank befindet sich jetzt im Bushäuschen am Ascholdinger Kirchplatz.
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Lesestoff: Ein Bücherschrank befindet sich jetzt im Bushäuschen am Ascholdinger Kirchplatz.

Pilotprojekt

Futter für Leseratten: Erster Dietramszeller Bücherschrank ist in Betrieb

  • Clara Wildenrath
    vonClara Wildenrath
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Wer auf der Suche nach neuem Lesestoff ist oder ein ausgelesenes Buch weitergeben möchte, wird sich über das Pilotprojekt in Ascholding freuen. Dort gibt es jetzt einen Bücherschrank.

Dietramszell – Von „Black Beauty“ bis zur Bibel findet sich fast jede Art von Lektüre im neuen Ascholdinger Bücherschrank. Am 20. März habe er ihn aufgestellt, berichtet Gemeinderat Karl März, „und dann hat es ganz von alleine seinen Lauf genommen“. Noch bevor er die Anleitung anbringen konnte, hätten die Bürgerinnen und Bürger schon angefangen, die Box zu bestücken.

Inzwischen ist der stabile Aluschrank mit den Glastüren gut gefüllt. Rund 200 Krimis, Romane, Sach- und Kinderbücher warten im Bushäuschen am Ascholdinger Kirchplatz auf interessierte Leser. Anspruchsvolle Literatur ist eher wenig vertreten, dafür viel Unterhaltsames. Auch ein paar Kochbücher und große Bildbände sind dabei.

Wer etwas zum Lesen mitnehmen möchte, kann das ganz formlos machen, sagt März: „Man muss auch nicht unbedingt ein anderes Buch reinstellen.“ Spenden von Einzelbüchern sind jederzeit willkommen, aber „der Bücherschrank ist weder Antiquariat noch Entsorgungsstelle“. Darauf weisen die Benutzungsregeln hin. Wenn das Regal voll ist, muss man die mitgebrachten Bücher wieder mit nach Hause nehmen.

Betrieben wird die Mini-Bibliothek von der Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt im Gemeinderat. März, der selbst in Ascholding wohnt, kümmert sich auch um den Unterhalt. Wie rege der Bücheraustausch funktioniert, könne er noch nicht abschätzen, sagt er. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten aber Interesse geäußert, sich zu beteiligen. Sollte er merken, dass manche Bücher über Monate stehen bleiben, will er sie aussortieren.

Karl März hofft, dass der Schrank samt seinem Inhalt pfleglich behandelt wird. „Das ist ein Pilotprojekt“, sagt er. Wenn es gut funktioniert, könnten weitere Bücherschränke im Gemeindegebiet folgen.  cw

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