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Die riesigen Festzelte auf dem weitläufigen Gelände stehen bereits. Hier sollen am Wochenende Tausende Teilnehmer und Gäste Platz finden. 

Blaskapellen-Rekord 

Gaufest: Wie sich Baiernrain auf das Großereignis vorbereitet

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Am Donnerstag geht‘s los: Das 106. Oberlandler-Gaufest findet heuer im Dietramszeller Ortsteil Baiernrain statt. Wie bereitet sich das Dorf auf das Großereignis vor? 

Dietramszell – Knapp zwei Wochen nach dem Loisachgaufest in Egling steigt in der Nachbargemeinde am Wochenende der Jahreshöhepunkt der Trachtler des Oberlandler Gaus. Unsere Zeitung sprach mit Jakob Pertold (52), dem Vorstand des ausrichtenden Trachtenvereins D´Jasberler Baiernrain, in dessen Händen die Fäden der Festorganisation zusammenlaufen.

Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen, Herr Pertold?

Es läuft hervorragend. In den vergangenen zwei Tagen haben wir mit rund 80 Mann die Zelte aufgebaut. Die Plattler hatten schon ihre erste Probe drin. Jetzt müssen noch die Küche und die Schänke installiert werden. Auch der Altar für den Feldgottesdienst steht schon. Drei Wochen nach dem Gaufest feiern die Nachbarorte Steingau und Erlach ihr 1200-jähriges Jubiläum – ein weiteres Großereignis, an dessen Organisation der Trachtenverein maßgeblich beteiligt ist.

Wird es Ihren Mitgliedern nicht allmählich zu viel?

Ja, 2017 ist ein großes Jahr für uns. Anfang Juli hatten wir ja auch noch unser großes Almfest am Jasberg. Aber bis jetzt funktioniert alles super. Es ist immer jemand zum Arbeiten da, so wie jetzt gerade die Frauen zum Kränze binden und Blumen stecken. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es zum Bauernherbst hin dann schwieriger wird, die Leute noch einmal zu motivieren.

Was war die größte Herausforderung bei der Vorbereitung?

Jakob Pertold (52) ist Vorstand des ausrichtenden Trachtenvereins.

Was sich länger als gedacht hingezogen hat, waren die ganzen behördlichen Genehmigungen. Da sind so viele Details zu bedenken und so viele Ansprechpartner, die gefragt werden müssen. Es hat immer wieder gehakt, bis endlich alle Pläne für die Fluchtwege, die Bestuhlung im Festzelt und viele andere Sachen fertig waren.

Haben Sie sich beim Loisachgaufest in Egling noch ein paar Anregungen für Ihr eigenes Fest geholt?

Nein. Unsere Vorbereitungen laufen ja schon seit zwei Jahren, da können wir jetzt nicht mehr viel ändern. Der Ablauf war in Egling auch ein bissl ein anderer. Die hatten einen Festwirt, wir machen die ganze Bewirtung aus dem Verein heraus. Ich hoffe, dass bei uns die Platzunterweisung besser funktioniert. Die Vereine haben alle schon ihre Sitzpläne bekommen, sodass es am Haupteingang hoffentlich zu weniger Gedränge kommt. Aber es war ein wunderschönes Fest in Egling.

In Egling hat auch der Wettergott mitgespielt. Gibt es einen Plan B, falls es kommendes Wochenende in Baiernrain weniger gut funktioniert?

Wir hoffen natürlich sehr, dass das Wetter schön wird. Wenn es regnet, wird der Gottesdienst ins Bierzelt verlegt. Der Festumzug fällt dann leider aus. Die Trachtenschau ist aber auf jeden Fall draußen.

Wie viele Gäste erwarten Sie, wenn das Wetter ordentlich mitspielt?

54 Trachtenvereine haben zugesagt. Das sind gut 5000 Teilnehmer beim Umzug. Mit dabei sind 32 Blaskapellen. So viele gab es noch nie bei einem Gaufest. Dazu kommen wahrscheinlich noch ein paar Tausend Zuschauer.

Das klingt nach einer logistischen Herausforderung.

Ja, der Festumzug ist natürlich sehr lang für unseren kleinen Ort. Deshalb haben wir ihn in zwei Züge aufgeteilt. Zug A startet fünf Minuten früher und biegt gleich auf die Hauptstraße Richtung Steingau ab. Zug B läuft erst durch Baiernrain. Auf der Hauptstraße marschieren beide Züge dann gegenläufig aneinander vorbei. Damit das alles funktioniert, haben wir die Vereine bei der letzten Gauversammlung gebeten, den Fahnengruß zu vermeiden. Sonst kommt der ganze Zug zum Stehen.

Vor einem Verkehrschaos haben Sie überhaupt keine Angst?

Nein. Es gibt eine große Umleitung, die vom Straßenbauamt genehmigt ist. Die meisten Trachtenvereine reisen mit Bussen an. Deshalb rechnen wir mit weniger Autos als bei unserem alljährlichen Dorfherbst. Das Gelände ist ja sehr weitläufig. Für die Zuschauer gibt es genügend Parkplätze auf unseren Wiesen. Wenn es nicht zu stark regnet, sind die gut tragend.

Was ist Ihr persönlicher Höhepunkt der fünftägigen Feier?

Das Wichtigste ist der Gauheimatabend am Samstag sowie der Gottesdienst und der Festzug am Sonntag. Ich persönlich freue mich aber am meisten auf eine gute Maß Bier am Montagabend, wenn alles vorbei ist. Ansonsten werden die fünf Tage mit den ganzen repräsentativen Aufgaben für mich eher stressig. Zum Glück habe ich aber zwei Top-Leute als Vertretung, die mir sehr viel abnehmen.

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