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Ort des Geschehens: In die Tür des Mesnerhauses wurde ein Hakenkreuz geritzt. Die Frage ist: Richtete sich das gegen die Syrer, die dort wohnen?

Fremdenfeindliche Aktion?

Hakenkreuz am Mesnerhaus

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Dietramszell - In die Tür der Mesnerwohnung, die zur evangelischen Kirche in Dietramszell gehört, ist ein Hakenkreuz geritzt worden. Hinter dieser Tür wohnen zwei syrische Familien. Die Bestürzung im Helferkreis ist groß, die Polizei mahnt zur Besonnenheit.

Den Fund machte vor wenigen Tagen ein Mitglied des Helferkreises. Die Bestürzung ist seitdem groß. Denn: Hinter der Tür wohnen sieben Syrer. Und das Hakenkreuz ist direkt neben das Namensschild der Familien eingeritzt. „Ich finde das extrem beunruhigend“, sagt Waltraud Bauhof vom Helferkreis. Was es damit genau auf sich hat, erklärt Walter Siegmund von der Geretsrieder Polizei. Demnach ist das nationalsozialistische Symbol am Haus am Schwaiganger mit einem spitzen Gegenstand eingeritzt worden. Die Größe beträgt zehn auf zehn Zentimeter. Der Tatzeitraum ist vermutlich zwischen dem 1. und dem 6. März dieses Jahres, möglicherweise auch früher. Der Sachschaden liegt bei etwa 200 Euro.

Das Hakenkreuz könnte dort schon sehr lange sein

Dass es sich, wie man im Helferkreis fürchtet, um eine gezielte Aktion handelt, glaubt Siegmund allerdings nicht. Denn: Das Hakenkreuz ist von außen kaum zu sehen. So ist es auch den beiden syrischen Familien, die dort wohnen, lange nicht aufgefallen. „Wenn jemand damit ein gegen die Flüchtlinge gerichtetes Zeichen hätte setzen wollen, dann hätte er dafür gesorgt, dass man es auch sieht“, so Siegmund. Außerdem kann das Zeichen auch schon viel länger dort angebracht sein. „Vielleicht wollte auch nur vor Urzeiten jemand den Mesner ärgern." Grund zur Beunruhigung bestehe nicht. Volker Ufertinger

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