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Kein Bademeister, kein e Schwimmkurse: Weil Personal fehlt, ist das Hallenbad in Ascholding derzeit (mal wieder) geschlossen.

Bademeister gesucht

Hallenbad Ascholding: Keine Schwimmkurse mehr

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„Wenn das so weitergeht, können wir unseren Verein bald dichtmachen“, schimpft Bernhard Link, Erster Vorsitzender des DLRG-Ortsverbands Schäftlarn-Wolfratshausen. Der Grund für seinen Ärger: Das Hallenbad in Ascholding, eine der Haupt-Trainingsstätten des Vereins, ist wieder einmal geschlossen.

Dietramszell – Der Grund für die Schließung sind dieses Mal jedoch nicht technische oder bauliche Mängel.  Eine unglückliche Verkettung von Krankheitsfällen ist dafür verantwortlich.

Bademeister Christian Siegert fiel wegen einer langfristigen Erkrankung schon vor einigen Wochen aus. Daraufhin hatte die Gemeinde für ein Vierteljahr einen Bademeistergehilfen aus der DLRG angestellt. Der jedoch stürzte im Schwimmbad und brach sich den Arm – was ihn für die Tätigkeit als Bademeister natürlich unbrauchbar machte. Auf die Schnelle einen weiteren Ersatz zu finden, um den Badebetrieb aufrecht zu erhalten, erwies sich als unmöglich. „In unseren Reihen haben wir niemanden mehr mit der notwendigen Qualifikation“, erklärt Link. Denn die Gemeinde fordert mindestens einen ausgewiesenen Bademeistergehilfen für diesen Job.

Bürgermeisterin Leni Gröbmaier hatte nach eigenen Angaben versucht, von ihrem Geretsrieder Amtskollegen Michael Müller Hilfe aus dem dortigen Bad zu bekommen – ebenfalls erfolglos. Deshalb verkündete sie in einer Pressemitteilung vor einigen Tagen, dass das Ascholdinger Hallenbad bis zum Ende der Weihnachtsferien geschlossen bleibe. „Alle unsere Schwimmkurse mussten bis auf Weiteres gestrichen werden“, klagt der DLRG-Ortsverbandsvorsitzende. Sämtliche anderen umliegenden Bäder seien vollkommen ausgebucht, Ersatztrainingszeiten nicht zu bekommen. Obwohl der Verein den betroffenen Mitgliedern eine Rückvergütung ihrer Kosten angeboten und teilweise schon ausbezahlt habe, hätten bereits die ersten ihren Austritt verkündet. 

Auf der Suche nach einem Ersatzbademeister

Was Link besonders ärgert: Anders als beispielsweise im Landkreis München gibt es für Bad Tölz-Wolfratshausen offensichtlich keine Ersatzbademeister, die in einem solchen Notfall einspringen können. „Es gehört nicht zu den Aufgaben der DLRG, den Betrieb eines Hallenbads sicherzustellen“, betont Link. Trotzdem will er weiterhin versuchen, jemanden für diesen Job aufzutreiben.

Die Erfolgschancen sieht er jedoch gering – zumal derjenige sich erst einmal in die speziellen Gegebenheiten des Ascholdinger Bads einarbeiten müsste. Doch die Zeit drängt, fürchtet Link. Denn je länger das Bad brachliege, desto größer sei die Gefahr eines Defekts der veralteten Technik. Sein größter Weihnachtswunsch ist daher: „ein neuer Bademeister für Ascholding.“

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