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Auf seinem Hof in Helfertsried bei Dietramszell verkauft Johann Kappelsberger Christbäume aus eigener Zucht. 

Johann Kappelsberger züchtet und verkauft regionale Christbäume 

Der perfekte Baum für Heiligabend

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Viele Menschen halten Ausschau nach Christbäumen, die in der Region gewachsen sind. Im Tölzer Land werden solche angeboten. Damit der Baum lange frisch bleibt, muss man ein paar Dinge beachten.

Bad Tölz/Dietramszell/Schlehdorf – Ob Nordmanntannen, Blaufichten oder sogar exotische koreanische Nadelbäume: Bei Johann Kappelsberger bekommt man alles, was das Christbaum-Herz begehrt. Und zwar ganz regional und damit auch so nachhaltig wie möglich, wenn man auf den grünen Baum am Weihnachtsfest nicht verzichten möchte.

Auf Kappelsbergers Hof in Helfertsried bei Dietramszell hat Anfang Dezember der Christbaumverkauf begonnen. Bis zum Heiligen Abend zieht er viele Prachtexemplare in sämtlichen Größen durchs Netz. Einige Bäume sind sogar vier Meter hoch. „Manche Hotels oder Restaurants haben entsprechend Platz und wollen einen so großen Baum haben“, sagt der Landwirt.

Seit über 30 Jahren verkauft Johann Kappelsberger bayerische Christbäume. Sein Vater hatte schon damit angefangen, damals jedoch in kleinerem Rahmen. „Mein Vater hatte ein Fleckchen Grünland, das relativ schlecht zu bewirtschaften war. Dann hat er angefangen, darauf Tannen und Fichten zu setzen. Ich habe das Ganze dann über die Jahre hinweg ausgeweitet“, sagt Kappelsberger.

Christbaumzucht Kappelsberger in der zweiten Generation 

Die Bäume bekommen nur am Anfang eine Düngung, quasi eine „Starthilfe“: „Danach spritze ich sie nicht mehr und lasse sie natürlich wachsen.“ Zehn bis zwölf Jahre dauere es im Durchschnitt, bis einer seiner Sprösslinge Zimmerhöhe erlangt hat.

Kappelsbergers Christbäume kosten zwischen 16 bis 25 Euro pro laufendem Meter. Alle haben ein rotes Band um den Stamm, auf dem in weißer Schrift „bayerischer Christbaum“ steht – daran kann der Käufer erkennen, dass der Baum aus der Region stammt und somit keine langen Transportwege hinter sich hat.

Bäume aus der Region kann man auch in Schlehdorf kaufen, nämlich bei Benedikt Wohlfart. Er betreibt seit über 20 Jahren eine Christbaumzucht unterhalb des Freilichtmuseums Glentleiten und verkauft die Bäume auf seinem eigenen Hof.

Regionale Christbäume zu kaufen ist ganz im Sinne von Friedl Krönauer, Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Wer dazu keine Möglichkeit habe, solle zumindest darauf achten, dass der Baum ein Bio-Zertifikat habe. „Diese Bäume waren keinen Pestiziden ausgesetzt und sind obendrein nicht viel teurer als andere.“

Bund Naturschutz empfiehlt: „Regionale Bäume kaufen“

Und was muss man beachten, damit der Baum im Wohnzimmer schön und frisch bleibt? „Wichtig ist, dass der Raum nicht dauerhaft zu warm ist. Der Baum sollte auf keinen Fall neben einer Heizung stehen“, rät Züchter Kappelsberger. „Bis der Baum aufgestellt wird, sollte er im Netz kühl und schattig gelagert werden.“ Wer sich an die Regeln halte, habe bis zum Dreikönigstag einen schönen Christbaum zu Hause stehen – zumindest, wenn man einen bayerischen Christbaum gekauft habe. „Die werden nämlich nicht vor Ende November gefällt“, sagt Kappelsberger.

Doch was wäre der schönste Baum ohne den passenden Schmuck? Hier kennt sich Susanne Kreuzer, Inhaberin vom Café Höckh in der Tölzer Marktstraße, aus. Jedes Jahr verwandelt sich der Flur im ersten Stock ihres Cafés in ein Glitzerparadies. Seit über 40 Jahren verkauft Kreuzer in der Vorweihnachtszeit Christbaumkugeln und weihnachtliche Dekorationsartikel. Bei Kreuzer gibt es vor allem traditionellen Schmuck in den Farben silber, rot und gold. „Am meisten werden eigentlich die roten Kugeln gekauft“, sagt die Tölzerin. Fast alle Christbaumkugel seien aus Glas. Es gebe jedoch Ausnahmen: „Wir haben auch ein paar Kugeln aus Plastik im Angebot.“ Viele Leute, die draußen einen Baum oder Katzen haben, favorisierten laut Kreuzer eher die Plastik-Variante: „Diese Kugeln brechen nicht.“

Traditioneller Christbaumschmuck in silber, gold und rot 

Der absolute Renner in Sachen Christbaumdekoration sind seit einigen Jahren Vögel. „Die lockern das Gesamtbild einfach auf. Sie sind wie Christbaumkugeln aus Glas, glänzen und glitzern. Zusätzlich sind die noch mit Federn verziert“, erklärt Susanne Kreuzer. Ansonsten gebe es jedes Jahr diverse Trends wie beispielsweise rosafarbene Kugeln.

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