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Begrüßungszeremonie für die Kriegsheimkehrer. Das F oto entstand 1951 in Hechenberg. 

Veteranen- und Reservistenverein Hechenberg

Die Jungen rücken nach

Dietramszell - Der Veteranen- und Reservistenverein Hechenberg-Ellbach feiert am Samstag, 25. November, sein 130-jähriges Bestehen. Geplant sind ein Festgottesdienst, eine Kranzniederlegung - und ein Theaterstück. 

Dietramszell– Die ersten Veteranen waren schon im Deutschen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ins Feld gezogen. Sie waren es, die am 12. September 1887, den Veteranen- und Militärverein Hechenberg gründeten. Am kommenden Samstag, 25. November, feiert der Veteranen- und Reservistenverein Hechenberg-Ellbach sein 130-jährigen Bestehen.

Heute gibt es fast keine „echten“ Kriegsteilnehmer mehr im Verein. „Der letzte war 1990 im Irak-Krieg bei der Minenräumung beteiligt“, erklärt Vorstand Sebastian Strein. Vor zwei Jahren starben die drei letzten Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Immerhin 72 Soldaten aus der Altgemeinde Kirchbichl, zu der Hechenberg gehörte, ließen in den beiden Weltkriegen ihr Leben oder wurden vermisst. An sie erinnern die Kriegerdenkmale in Hechenberg und Ellbach. Die Heimkehrer ehrte der Verein 1919 und 1951 jeweils durch eine feierliche Begrüßungszeremonie.

Die jüngsten Mitglieder sind Anfang zwanzig

An Nachwuchs mangelt es dem knapp 80 Mitglieder zählenden Verein aber auch 72 Jahre nach Ende des letzten Weltkriegs nicht, denn: „Seit unserer Satzungsänderung im vergangenen Jahr sind nicht nur Kriegsteilnehmer und Bundeswehrangehörige zugelassen, sondern auch Fördermitglieder“, so Strein. Schon 1979 hatte sich der Zusammenschluss in Veteranen- und Reservistenverein Hechenberg-Ellbach umbenannt. Die jüngsten Mitglieder sind Anfang zwanzig. Auch der letzte Reservist zählt erst 28 Jahre: Er wurde kurz vor Ende des Pflichtwehrdiensts zur Bundeswehr einberufen und trat gleich danach in den Verein ein.

Schon bei der Gründungsfeier 1887 dabei war die Vereinsfahne. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde sie aufwändig restauriert und neu geweiht. Auch die Gründungsdokumente sind noch erhalten. Bei der 130-Jahr-Feier am kommenden Samstag wird jedoch nur eine Kopie von ihnen zu sehen sein: „Das Original ist im Tölzer Stadtarchiv verwahrt“, sagt Strein, der seit 1989 im Vorstand des Vereins ist.

Los gehen die Jubiläumsfeierlichkeiten um 18.30 Uhr mit einem Fackelzug durch den Ort Hechenberg zur Kirche und dem anschließenden Festgottesdienst. Nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal versammeln sich Veteranen, Reservisten, Förderer und Gäste im Gasthof Moarwirt. Für die musikalische Untermalung der Feier sorgt die „Kranzler-Musi“. Außerdem wird ein „Lustiger Einakter passend zum 130. Vereinsjubiläum“ aufgeführt. Genaueres weiß auch der Erste Vorsitzende nicht: „Das Theaterstück wird auch für mich eine Überraschung.“ Clara Wildenrath

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